Karl Kautsky

Wie der Weltkrieg entstand


14. England


Bis zum 29. Juli

Die deutsche Regierung hatte erwartet, es werde ihr gelingen, England neutral zu erhalten, wenn es zum Konflikt mit Rußland imd Frankreich kommen sollte. Man mochte darauf rechnen, daß Irland vor offener Rebellion zu stehen schien, und daß der pazifistische Gedanke nirgends stärker war als gerade in England, nicht nur bei seinen Arbeitern, sondern auch bei einem großen Teil seiner Bourgeoisie. Selbst vielen bürgerlichen Elementen, die an einem Kolonialkrieg nichts auszusetzen hatten, graute vor einem europäischen Kriege mit seinen vernichtenden ökonomischen Folgen.

Die deutsche Regierung durfte also wohl erwarten, daß gegen einen Krieg mit Deutschland sich starke Widerstände im englischen Parlament regen würden. Aber sie Tergaß, daß diee bloß von einem durch nichts provozierten Angriffskrieg galt. Die deutschen Flottenrüstungen hatten die gesamte Bevölkerung Englands mit wachsenden Besorgnissen vor einer geplanten deutschen Invasion erfüllt. Ein Krieg zur Niederwerfung Frankreichs oder gar eine Besetzung Belgiens durch Deutschland mußte den stärksten Abwehrwillen des englischen Volkes hervorrufen.

Damit scheint die deutsche Regierung nicht ernsthaft gerechnet zu haben. Ihr ganzes Vorgehen war auf die Voraussetzxmg der englischen Neutralität aufgebaut.

In einem von Pourtalès erstatteten Bericht über ein Gespräch mit Sasonow (vom 21. Juli) hieß es:

„Der Minister wies im Laufe des Gesprächs wiederholt darauf hin, daß nach den ihm vorliegenden Nachrichten die Lage auch in Paris und London ernst angesehen werde. Er war dabei sichtlich bestrebt, bei mir den Eindruck zu erwecken, daß auch in England die Haltung Österreich-Ungarns sehr mißbilligt werde.“

Mit großer Entschiedenheit bemerkte dazu Wilhelm: „Er irrt!“ Hätte er Lichnowskys Berichte mit größerer Aufmerksamkeit und geringerer Voreingenommenheit gelesen – dann wäre er vorsichtiger gewesen.

Aber richtig ist es, daß die englische Regierung beim Ausbruch des serbisch-österreichischen Konfliktes zunächst eine neutrale Haltung einzunehmen suchte, um swiscLen Österreich und Rußland zu vermitteln.

In gleichem Sinne sprach sich damals auch der englische König tu Wilhelms Bruder, dem Prinzen Heinrich, aus:

Dieser schrieb am 28. Juli von Kiel aus:

„Mein lieber Wilhelm,

Vor meiner Abreise von London and zwar am Sonntag morgen (26. Juli) hatte ich auf mein Ansuchen eine kurze Unterredung mit Georgie, welcher sich über den Ernst der augenblicklichen Lage vollkommen im Klaren war und versicherte, er und seine Regierung würden nichts unversucht lassen, um den Kampf zwischen Österreich und Serbien zu lokalisieren. Deshalb hat seine Regierung den Vorschlag gemacht, Deutschland, England, Frankreich und Italien, wie Du längst weißt, möchten intervenieren, um zu versuchen, Rußland im Zaume zu halten. Er hoffe, daß Deutschland in der Lage sein werde, trotz seines Bündnisverhältnisses zu Österreich, diesem Vorschlag beizutreten, um den europäischen Krieg :u vermeiden, dem, wie er sagt, wir näher seien als je zuvor. Er sagte welter wörtlich: „we shall try all we can to keep out of this and shall remain neutral“ (wir werden alles aufbieten, nicht hineingezogen zu werden und werden neutral bleiben). Daß diese Äußerung ernst gemeint war, davon bin ich überzeugt, ebenso wie davon, daß England auch neutral bleiben wird. Ob es dies jedoch auf die Dauer wird können, darüber kann ich nicht urteilen. hege aber meine Bedenken wegen des Verhältnisses zu Frankreich.

Georgie war sehr ernst gestimmt, folgerte logisch und hatte das ernsteste und aufrichtige Bestreben, dem eventuellen Weltbrand vorzubeugen, wobei er stark auf Deine Mithilfe rechnete. – Den Inhalt der Unterredung teilte ich Lichnowsky mit (schon am 26. Juli, K.), mit der Bitte, diesen dem Kanzler zu übermitteln ...

Dein treu gehorsamer Bruder
Heinrich.“

Der Bericht über das Gespräch zeichnet sich nicht durch übermäßige Logik aus. Er sagt, die englische Regierung schlage vor, daß Deutschland, England, Frankreich und Italien zusammentreten, um Rußland im Zaume zu halten, und hoffe, daß Deutschland sich durch sein Bündnisverhältnis zu Österreich nicht hindern lasse, diesem Vorschlag beizutreten. Es ist offenbar, daß das Bundesverhältnis in Frage nur kommen konnte, wenn es galt, Österreich im Zaume zu halten. Wahrscheinlich hat „Georgie“ von Rußland und Österreich gesprochen. Deshalb wollen wir doch nicht gleich die Glaubwürdigkeit des ganzen Briefes wegen Senilität à la Szögyeny bestreiten. Was die Neutralität anbelangt. so war offenbar nur gesagt worden, wir werden versuchen, neutral zu bleiben, so lange wir können. Heinrich zweifelt selbst, daß dies auf die Dauer möglich sein werde. Wilhelm aber sah hierin ein unter allen Umständen bindendes Versprechen.

Dabei hatte er schon vor dem Ultimatum an Serbien die englische Neutralität, die er nicht mir erwartete, sondern gewissermaßen als sein gutes Recht forderte, in dem Sinne aufgefaßt, daß England sich jeder Einwirkung auf Österreich zu enthalten habe und diesem freien Lauf lassen müsse.

Das geht hervor aus seinen Glossen zu einem Bericht Lichnowskys vom 22. Juli. Wir bringen diesen vollständig mit Wilhelms Zusätzen in Klammem:

„Sir Edward Grey wird, wie ich vertraulich erfahre, dem Grafen Mensdorff morgen erklären, die britische Regierung werde ihren Einfluß dahin zur Geltung bringen, daß die österreichisch ungarischen Forderungen, falls sie gemäßigt seien und sich mit der Selbständigkeit des serbischen Staates vereinbaren ließen (darüber zu befinden, steht ihm nicht zu, das ist Sache S.M. des Kaisers Franz Josef. W.), von der serbischen Regierung angenommen würden. In ähnlichem Sinne glaube er auch, daß Sasonow seinen Einfluß in Belgrad geltend machen werde. Voraussetzung für diese Haltung sei aber, daß von Wien aus keine unbewiesenen Anklagen ä la Friedjung vorgebracht würden und daß die österreichisch-ungarische Regierung in der Lage sei, den Zusammenhang zwischen dem Mord von Serajewo mit den politischen Kreisen Belgrads unzweideutig festzustellen. (Ist ihre Sache. W.) Alles hängt von der Art ab. wie man in Wien die Note gestalte und von den Ergebnissen der bisherigen Untersuchung. Auf Grund leichtfertiger Behauptungen (Was ist leichtfertig? Wie kann Grey so ein Wort über den alten, ehrwürdigen Herrn gebrauchen! W.) sei es jedoch unmöglich, in Belgrad Vorstellungen zu machen.

Ich bemühe mich unterdessen, hier dahin zu wirken, daß man mit Rücksicht auf das berechtigte Verlangen Österreichs nach einer Genugtuung und endlichen Einstellung der dauernden Beunruhigungen für eine bedingungslose Annalime der österreichischen Forderungen eintritt, selbst wenn sie der nationalen Würde Serbiens (gibt es nicht! W.) nicht vollauf Rechnung tragen sollten.

Ich begegne hierbei der Erwartung, daß es unserem Einfluß in Wien gelungsn ist, unerfüllbare Forderungen zu unterdrücken (Wie käme ich dazu! Geht mich gar nichts an! Was heißt unerfüllbar? Die Kerle haben Agitation mit Mord getrieben und müssen geduckt werden! Das ist eine ungeheuerliche britische Unverschämtheit. Ich bin nicht berufen, à la Grey, S.M. dem Kaiser Vorschrift en über die Wahrung seiner Ehre zu machen. W.) Man rechnet mit Bestimmtheit damit, daß wir mit Forderungen, die offenkundig den Zweck haben, den Krieg herbeizuführen, uns nicht identifizieren würden, und daß wir keine Politik unterstützen, die den Serajewoer Mord nur als Vorwand benützt für österreichische Balkanwüm-chs und für die Vernichtung des Friedens von Bukarest. Im übrigen hat mir Sir Edward Grey auch heute wieder sagen lassen, daß er in Petersburg bestrebt ist, im Sinne des österreichischen Standpunktes zu wirken. Es hat aber hier nicht angenehm berührt, daß Graf Berchfold es bisher ganz auffallend vermieden hat, mit Sir Maurice de Bunsen über die serbische Frage zu sprechen.“

Jagow fügt zu diesem Bericht Lichnowskys hinzu:

„Ew. Majestät Botschafter in London erhält Instruktion zur Regelung seiner Sprache, daß wir österreichische Forderungen nicht kannten, sie aber als interne Fragen. Österreich-Ungarns betrachten, auf die uns Einwirkung nicht zustände.“

Dazu bemerkt Wilhelm:

„Richtig! Das soll Grey aber recht ernst und deutlich gesagt werden, damit er sieht, daß ich keinen Spaß verstehe. Grey begeht den Fehler, daß er Serbien mit Österreich und anderen Großmächten auf eine Stufe stellt! Das ist unerhört! Serbien ist eine Räuberbande, die für Verbrecfien gefaßt werden muß! Ich werde mich in nichts einmischen, was der Kaiser zu beurteilen aliein befugt ist. Ich habe diese Depesche erwartet und sie überrascht mich nicht! Echt britische Denkweise und herablassend befehlende Art, die ich abgewiesen haben will!“

In dieser Weise gedachte Wilhelm um die englische Neutralität zu werben. Natürlich haben seine Diplomaten Wasser in seinen gährenden Wein gegossen; aber die sachliche Schwierigkeit blieb bestehen: der Gegensatz zwischen dem österreichischen und dem britisclicn Standpunkt war zu groß, als daß England hätte fortfahren können, wie es beabsichtigt, für jenen einzutreten und ausschließlich Rußland den Zaum aufzulegen.

Das zeigt sich sofort nach dem Bekanntv/crden des österreichischen Ultimatums. Schon am 24. Juli berichtet Lichnowsky:

„Sir E. Grey ließ mich soeben zu sich bitten. Der Minister war sichtlich stark unter dem Eindruck der österreichischen Note, die seiner Ansicht nach alles überträfe, was er bisher in dieser Art jemals gesehen habe. Er sagte, er habe bisher keine Nachricht aus Petersburg und wisse daher nicht, wie man dort die Sache auffasse. Er bezweifele aber sehr, daß es der russischen Regierung möglich sein werde, der serbischen die bedingungslose Annahme der österreichischen Forderungen zu empfehlen. Ein Staat, der so etwas annehme, höre doch eigentlich auf, als selbständiger Sißat zu zäfden. (Das wäre sehr erwünscht. Es ist kein Staat im europäiscfien Sinn, sondern eine Räuberbande. W.) Es sei für ihn, Sir E. Grey, auch schwer. In diesem Augenblick in Petersburg irgendwelche Ratschläge zu geben. Er könne nur hoffen, daß dort eine milde (! ! W.) und ruhige Auffassung der Lage Platz greife. So lange es sich um einen ... lokalisierten Streit zwischen Österreich und Serbien handle, ginge ihn, Sir E. Grey, die Sache nichts an (richtig. W.), anders würde die Sache aber sofort, wenn die öffentliche Meinung in Rußland die Regierung zwinge, gegen Österreich vorzugehen.

Auf meine Bemerkung, daß man die Balkanvölher nicht mit demselben Maßstab messen dürfe, wie europäische Kulturvölker (richtig, sind eben keine! W.) und daß man daher ihnen gegenüber, das habe schon die barbarische Art ihrer Kriegführung gezeigt, eine andere Sprache führen müsse, wie etwa gegen Briten und Deutsche (richtig! W.), entgegnete der Minister, daß, wenn auch er diese Auffassung vielleicht teilen könne, er doch nicht glaube, daß sie in Rußland geteilt werde. (Dann sind die Russen eben auch nicht besser. W.)

Die Gefahr eines europäischen Krieges sei, falls Österreich serbischen Boden betrete (das wird sicher kommen, W.), in nächste Nähe gerückt. Die Folgen eines solchen Krieges zu vier, er betonte ausdrücklich die Zahl vier, und meinte damit Rußland, Österreich-Ungarn, Deutschland und Frankreich, (er vergißt Italien. W.) seien vollkommen unabsehbar. Wie auch immer die Sache verlaufe, einet sei sicher, daß nämlich eine gänzliche Erschöpfung und Verarmung Platz groih, Industrie und Handel vernichtet und die Kapitalkraft zerstört würde. Revolutionäre Bewegungen wie im Jahre 1848 infolge der darniederliegenden Erwerbstätigkeii würden die Folge sein. (! W.)

Was Sir E. Grey am meisten beklagt, neben dem Ton der Note, tat die kurze Befristung, die den Krieg beinahe unvermeidlich mache. Er sagte mir, er würde bereit sein, mit uns zusammen im Sinne einer Fristverlängerung in Wien vorstellig zu werden, (nutzlos! W.) da sich dann vielleicht ein Ausweg (? ! ! W.) finden lasse. Er bat mich, diesen Vorschlag Ew. Exz. zu übermitteln.

Ferner regte er an, daß für den Fall einer gefährlichen Spannung die vier nicht unmittelbar beteiligten Staaten England, Deutschland, Frankreich und Italien zwischen Rußland und Österreich-Ungarn die Vermittlung übernehmen sollten. (Ist überflüssig, da Österreich schon Rußland orientiert hat und Grey ja nichts anderes vorschlagen kann. Ich tue nicht mit, nur wenn Österreich mich ausdrücklich darum bittet, was nicht wahrscheinlich. In Ehren- und vitalen Fragen konsultiert man andere nicht. W.)

Der Minister ist sichtlich bestrebt, alles zu tun, um einer europäischen Verwicklung vorzubeugen und konnte sein lebhaftes Bedauern über den herausfordernden Ten der österreichischen Note und die kurze Befristung nicht verhehlen.

Von anderer Seite wird mir im Foreign Office gesagt, daß man Grund zur Annahme habe, daß Österreich die Widerstandskraft Serbiens sehr unterschätze. Es werde auf jeden Fall ein langwieriger erbitterter Kampf werden, der Österreich ungemein schwächen und an dem es sich verbluten werde. (Unsinn! Er kann England Persien bringen ... W.) Auch will man wissen, daß die Haltung Rumäniens mehr als ungewiß sei und daß man in Bukarest erklärt hätte, man würde gegen jeden sein. der angriffe.“

An diesem Dokument sind drei Punkte besonders bemerkenswert.

Einmal die Gemütsruhe, mit der Wilhelm noch am 26. Juli dem Krieg entgegensieht. Daß Österreich sich an ihm verbluten könne, erklärt er für Unsinn. Die Befürchtung, er werde allen Beteiligten ökonomischen Ruin und die Revolution bringen, erscheint ihm so lächerlich, daß er sie mit einem Ausrufungsreichen abtut.

Zum zweiten sieht man, daß Wilhelm am 26. Juli, an dem er den Lichnowskyschen Bericht las, noch auf Italiens Eintritt in den Krieg, natürlich an Deutschlands Seite recimete.

Endlich aber ist zu bemerken, daß Grey den Krieg, den er fürchtet, nur als Krieg von vieren bezeichnet, von England nicht spricht. Er sucht also noch neutral zu sein. Und er mußte es, wenn er als Vermittler auftreten wollte.

Zum Gelingen dieser Vermittlung gehörte aber, daß Deutschland ebenfalls ehrlich neutral war. Das erschien von vornherein zweifelhaft, und im Verlauf der Verhandlungen verstärkte sich immer mehr der Verdacht, daß es seine neutrale Haltung nur vorschützte, um Österreich unauffällig helfen zu können, das sich in seiner Kriegspolitik durch nichts beirren ließ.

England mußte mit der Möglichkeit rechnen, daß Deutschland mit Österreich zum Krieg gegen Rußland und Frankreich drängte, bei dem es im Btmde mit Italien ja des Sieges sicher sein konnte. Wenn diese Absicht bestand, dann war zu befürchten, daß Deutschland durch die Aussicht auf Englands Neutralität in seinen kriegerischen Tendenzen bestärkt wtirde. Da galt es, Deulschland zu warnen, daß es auf diese Neutralität nicht zählen dürfe. Diese Warnung konnte noch den Frieden retten, der aufs äußerste bedroht war. Sie erfolgte am 29. Juli.
 

Der 29. Juli

Die Warnung fand einen vorbereiteten Boden, Wir haben bereits den Umschwung der Stimmung in Berlin konstatiert, der am 28. Juli einsetzt, wohl hervorgerufen durch die sozialistischen Demonstrationen gegen den Krieg in Berlin, dann durch Lichnowskys Vorstellungen und Italiens Widerhaarigkeit, was die Möglichkeit aufdämmern ließ, daß aus dem fröhlichen Krieg von zwei zu zwei ein sehr ekliger von zwei zu vier werden konnte.

Bethmann versuchte nun, England durch Versprechungen zu gewinnen.

In einem Gespräch mit Sir Ed. Goschen bemerkt er am 29. Juli:

„Wir können dem englischen Kabinett – voraussichtlich dessen neutraler Haltung – versichern, daß wir selbst im Falle eines Krieges keine territoriale Bereicherung auf Kosten Frankreichs in Europa anstreben. Wir können ihm ferner zusichern, daß wir die Neutralität und Integrität Hollands solange respektieren werden, als diese von unseren Gegnern respektiert wird.“

Gleichzeitig präludiert er damals schon den Einbruch in Belgien:

„Was Belgien betrifft, so wissen wir nicht, zu welchen Gegenoperationen uns die Aktion Frankreichs in einem etwaigen Kriege nötigen könnte. Aber vorausgesetzt, daß Belgien nicht gegen uns Partei nimmt, würden wir auch für diesen Fall uns zu einer Versicherung bereit finden, wonach Belgiens Integrität nach Beendigung des Krieges nickt angetastet werden darf.

Diese eventuellen Zusicherungen erschienen uns als geeignete Grundlagen für eine weitere Verständigung mit England, an der unsere Politik bisher dauernd gearbeitet hat. Die Zusicherung einer neutralen Haltung Englands im gegenwärtigen Konflikt would enable me to a general neutrality agreement in the future of which it would be premature to discuss the details in the present moment (würde mich in die Lage versetzen, ein allgemeines Neutralitätsabkommen in der Zukunft abzuschließen, dessen Details im gegenwärtigen Augenblick zu diskutieren verfrüht wäre).“

Die Stilisierung des englisch gefaßten Satzes hat Bethmann große Schwierigkeiten bereitet. Zuerst hatte er geschrieben:

„und die Inaussichtnahme eines allgemeinen Neutralitätsvertrages für die Zukunft würden wir mit einer Flottenverständigung beantworten können.“

Dann strich er den Satz und schrieb:

„würde für uns die Möglichheit schaffen, einen allgemeinen Neutralitätsvertrag für die Zukunft in Aussicht zu nehmen. Ich kann mich über die Details und die Basis eines solchen Vertrages heute nicht näher äußern, da ja England dabei sich über die ganze Frage äußern würde.“

Aber auch diese Fassung gefiel ihm nicht, und so wählte er die englisch niedergeschriebene.

Dieses Suchen ist sehr charakteristisch. Bethmann Hollweg trachtete unmittelbar vor dem Kriege, England zu veranlassen, daß es Frankreich und Belgien der deutschen Übermacht preisgab. Eine Aussicht, das zu erreichen, hätte er nur dann gehabt, wenn er England die beruhigendsten Versicherungen bezüglich der deutschen Welt- und Flottenpolitik gab. Auch dann war die Aussicht nicht groß, denn den Versprechungen stand die Realität der deutschen Flotte gegenüber. Immerhin wäre dann ein Erfolg denkbar gewesen. Doch selbst damals, als Deutschland jener furchtbaren Krisis entgegenging, konnte Bethmann Hollweg sich nicht entschließen, eine Flottenverständigung als Lockmittel auch nur zu erwähnen, er wußte nichts als eine vage Phrase über einen „allgemeinen Neutralitätsvertrag für die Zukunft“ vorzubringen, was natürlich nicht die mindeste Garantie dafür bot, daß ein siegreiches Deutschland nicht seine dann unwiderstehliche Übermacht auch gegen England wende.

Der Antrag wurde denn auch von Grey abgewiesen. Sehr energisch, als eine schandbare Zumutung, einen Handel mit Deutschland auf Kosten Frankreichs abzuschließen, dessen Kolonien Deutschland preisgegeben würden. Aber noch ehe die englische Regierung von dem Vorschlag Kunde erhielt, hatte sie bereits Deutschland in ernstlichster Weise gewarnt und es wissen lassen, daß sie wohl als Neutraler vermitteln wollte zwischen Österreich und Serbien sowie Rußland, daß sie aber in einem Kriege zwischen Deutschland und Frankreich nicht ihre Neutralität zusagen könne.

Diese Mitteilung, die eigentlich selbstverständlich war, traf Wilhelm wie ein Donnerschlag, Wut und Furcht stritten in ihm und ließen ihn völlig den Kopf verlieren, wie wir gleich sehen werden.

Am 29. Juli sandte Lichnowsky zwei Depeschen nach Berlin. In der einen teilte er unter anderem mit, daß Sir E. Grey die Lage überaus ernst beurteile.

„Den anangenehmsten Eindruck Hat auf ihn ein gestriges Telegramm Sir Maurice de Bunsens (engl. Botschafter in Wien, K.) gemacht, wonach Graf Berchtold aen Vorschlag Sasonows, den Grafen Szapary (österreichischen Botschafter in Petersburg, K.) zu ermächtigen, mit Iftm in Besprechung des serbisch-österreichischen Streits einzugehen, unbedingt abgelehnt hat.

Der Minister erörterte dann weiter die Möglichlcelten einer Vermittlung und Verständigung, um den Weltkrieg zu vermeiden.

Wichtiger ist die nächste Depesche:

„Sir E. Grey ließ mich soeben nochmals xn sich bitten. Der Minister war vollliommen ruhig, aber sehr ernst und empfing mich mit den Worten, – daß die Lage sich immer meftr zuspitze. (Das stärkste und unerhörteste Stück englischen Pharisäertums, das ich je gesehen! Mit solchen Hallunken mache ich nie ein Flottenabkommen. W.) Sasonow habe erklärt, nach der Kriegserklärung (an Serbien. K.) nicht mehr in der Lage zu sein, mit Österreich direkt zu verhandeln, und hier bitten lassen, die Vermittlung wieder aufzunehmen. (Trotz Appells des Zaren an mich! Damit bin ich außer Kurs gesetzt. W.) Als Voraussetzung für diese Vermittlung betrachtet die rassische Regierung die vorläufige Einstellung der Feindseligkeiten.

Sir E. Grey wiederholt seine bereits gemeldete Anregung, dc3 wir uns an einer solchen Vermittlung zu vieren, die wir bereits grundsätzlich angenommen hätten, beteiligen sollten. Ihm persönlich schien eine geeignete Grundlage für eine Vermittlung, daß Österreich etwa nach Besetzung von Belgrad oder anderer Plätze seine Bedingungen kundgäbe. (Gut. Haben wir seit Tagen bereits zu erreichen versucht. Umsonst! W.) Sollten Ew. Exzellenz jedoch die Vermittlung übernehmen, wie ich heute früh in Aussicht stellen konnte, so wäre iftm das natürlich ebenso recht. Aber eine Vermittlung schiene ihm nunmehr dringend geboten, falls es nicht zu einer europäischen Katastropfie kommen sollte. (Anstatt der Vermittlung ein ernstes Wort in Petersburg und Paris, daß England ihnen nicht hilft, würde die Situation sofort beruhigen. W.)

Sodann sagte mir Sir E. Grey, er hätte mir eine freundschaftliche und private Mitteilung zu machen, er wünsche nämlich nicht, daß unsere so herzlichen persönlichen Beziehungen und unser intimar Gedankenaustausch über alle politischen Fragen mich irrefährten und er mochte sich für später den Vorwurf (der bleibt. W.) der Unaufrichtigkeit ersparen. (Aha! Der gemeint Täuscher! W.)

Die britische Regierung wünsche nach wie vor mit ans die bisherige Freundschaft zu pflegen und sie kenne, so lange der Konflikt sich auf Österreich und Rußland beschränke, abseits stehen. (Das heißt, wir sollen Österreich sitzen lassen. Urgemein und mephistophelisch! Aber echt englisch. W.) Würden wir aber und Frankreich hineingezogen, so sei die Lage sofort eine andere und die britische Regierung würde unter Umständen sich zu schnellen Entschlüssen gedrängt sehen, (sind schon gefaßt. W.) In diesem Falle – würde es nicht angehen, lange abseits zu stehen und zu warten, (d.h. sie werden uns anfallen. W.) Wenn der Krieg ausbricht, wird es die größte Katastrophe, die die Welt jemals gesehen. Es liege ihm fern, irgendeine Drohung aussprechen zu wollen, er habe mich nur vor Täuschungen und sich vor dem Vorwurf der Unaufrichtigkeit bewahren wollen (gänzlich mißglückt. Unaufrichtig ist er alle diese Jahre trotzdem gewesen bis in seine letzte Rede. W.) und daher die Form einer privaten Verständigung gewählt.

Sir E. Grey fügte noch hinzu, die Regierung (wir auch! W.) müsse auch mit der öffentlichen (neu kreierten! W.) Meinung rechnen. (Wenn sie will, kann sie die öffentliche Meinung wenden und dirigieren, da ihr die Presse unbedingt gehorcht. W.) Bisher sei dieselbe im allgemeinen für Österreich günstig gewesen, da man die Berechtigung einer gewissen Genugtuung anerkenne, jetzt aber fange sie an, infolge der osterreicfiischen Hartnäckigkeit vollkommen umzuschlagen. (Mit Hilfe der Jingopresse! W.)

Meinem italienischen Kollegen, der mich soeben verläßt, hat Sir E. Grey gesagt, er glaube, falls die Vermittlung angenommen werde, Österreich jede mögliche Genugtuung verschaffen zu können, ein demütigendes Zurückweichen Österreichs käme gar nicht in Frage, da die Serben auf alle Fälle gezüchtigt und unter der Zatfimmung Rußlands genötigt werden würden, sich den österreichischen Wünschen unterzuordnen. Österreich könne also auch ohne Krieg, der den europäischen Frieden in Frage stelle, Bürgschaften für die Zukunft erlangen.

Lichnowsky.“

Dazu macht Wilhelm noch folgende Schlußbemerkung:

„England decouvriert sich im Moment, wo es dar Ansicht ist, daß wir im Lappjagen eingestellt sind und sozusagen erledigt! Das gemeine Krämergesindel hat uns mit Diners und Reden zu täuschen versucht. Die gröbste Täuschung, die Worte des Königs für mich an Heinrich: ‚We shall remain neutral and try to keep out of this as long as possible.‘ Grey straft den König Lügen und diese Worte an Lichnowsky sind der Ausfluß des bösen Gewissens, daß er eben das Gefühl gehabt hat, uns getäuscht zu haben. Zudem ist es tatsächlich eine Drohung mit Bluff verbunden, um uns von Österreich loszulösen und an der Mobilmachung zu hindern und die Schuld am Kriege zuzuschieben. Er weiß ganz genau, daß wenn er nur ein einziges, ernstes scharfes abmahnendes Wort in Paris und Petersburg spricht und sie zur Neutralität ermahnt, beide sofort stille bleiben werden. Aber er hütet sich, das Wort auszusprechen, sondern droht uns statt dessen! Gemeiner Hundsfott! England allein trägt die Verantwortung für Krieg und Frieden, nicht wir mehr! Das muß auch öffentlich klargestellt werden.“

Die Maßlosigkeiten im Ausdruck bezeugen deutlich die Hochgradigkeit der Enttäuschung, die Wilhelm durch Greys Wink erfuhr, den jeder einigermaßen nüchterne und geschulte Politiker voraussehen mußte, den auch Prinz Heinrich gleich erwartet hatte, als König Georg ihm ankündigte, er werde versuchen, neutral zu bleiben, so lange es gehe.

Schon in dem von Eisner veröffentlichten Bericht des bayerischen Legationsrats Schön vom 18. Juli hatte es geheißen:

„Ein Krieg zwischen Zweibund und Dreibund dürfte England im jetzigen Zeitpunkt schon mit Rücksicht auf die Lage in Irland wenig willkommen sein. Kommt es gleichwohl dazu, so würden wir aber nach hiesiger Auffassung die englischen Vettern auf der Seite unserer Gegner finden, da England befürchtet, daß Frankreich im Falle einer Niederlage auf die Stufe einer Macht zweiten Ranges herabsinken und damit die balance of power (das europäische Gleichgewicht) gestört wurde, deren Erhaltung England im eigenen Interesse für geboten erachtet.“

Das hatte Wilhelm in seinem politischen Kalkül völlig vergessen, und er hatte das Trachten nach möglichster Neutralität im Stadium der Vermittlung, das Grey in Aussicht gestellt, für ein bindendes Versprechen der Neutralität unter allen Umständen, auch für den Fall eines Krieges gegen Frankreich gehalten, ja überdies die Neutralität als Verpflichtung Englands aufgefaßt, die deutsche Politik blindlings in Petersburg und Paris zu unterstützen.

Eine sinnlosere Politik ist kaum denkbar.

Tags darauf äußert sich Wilhelm noch ausführlicher über die englische Warnung, im Anschluß an einen Bericht des Herrn von Pourtalès in Petersburg über eine Unterredung mit Sasonow.

Der russische Minister suchte den deutschen Botschafter zu überreden, bei der deutschen Regierung die ersehnte „Teilnahme an der Konversation zu vieren zu befürworten, um Mittel attsfindig zu machen, Österreich auf freundschaftllchem Wege (ist die russische Mobilmachung ein freundschaftlicher Weg?! W.) zu bewegen, die die Souveränität Serbiens antastenden Forderungen fallen zu lassen.“

Dieser vernünftige Vorschlag, der die Wahrung des Friedens wahrscheinlich machte und dem „im Prinzip“ das deutsche Auswärtige Amt England gegenüber zugestimmt hatte, be;^egnet dem Widerstand des deutschen Gesandten in Petersburg, der ihn mit der geistreichen Bemerkung abtut:

„Rußland verlange von uns Österreich gegenüber dasjenige zu tun, was Österreich Serbien gegenüber vorgeworfen werde.“

Zu dieser lächerlichen Auffassung bemerkt Wilhelm prompt: „Sehr gut.“

Herr Pourtaleè redet dann Sasonow zu, doch Österreich in Serbien gewähren zu lassen:

„Beim Friedensschluß werde immer noch Zeit sein, auf Schonung serbischer Souveränität zurückzukommen.“ (Gut! W.)

Nachdem der deutsche Botschafter unter dem lebhaften Beifall seines kaiserlichen Herrn in dieser famosen Weise an der Verständigung zwischen Rußland und Österreich gearbeitet hat, kommt er auf die russische Teilmobilisierung zu sprechen, die der österreichischen folgte, und spricht „keine Drohung aus, sondern eine freundschaftliche Warnung“:

„Sasonow erklärte, daß Rückgängigmachung des Mobilisierungsbefehls nicht mehr möglich und daß österreichische Mobilmachung daran schuld sei.“

Daran fügt Wilhelm eine lange Abhandlung:

„Wenn Mobilmachung nicht mehr rückgängig zu machen ist – was nicht wahr ist – warum hat dann der Zar meine Vermittlung drei Tage nachher angerufen ohne die Erlassung des Mobilmachungsbefehls zu erwähnen? Das zeigt doch klar, daß die Mobilmachung ihm selbst übereilt erschienen ist und er hinterher zur Beruhigung seines erwachten Gewissens pro forma diesen Schritt bei uns tat, obwohl er wußte, daß es zu nichts mehr nütze sei, da er sich nicht stark genug fühlt, die Mobilmachung zu stoppen. Leichtsinn und Schwäche sollen die Welt in den furchtbarsten Krieg stürzen, der auf den Untergang Deutschlands schließlich abzielt. Denn das läßt fetzt für mich keinen Zweifel mehr zu: England, Rußland und Frankreich haben sich verabredet – unter Zugrundelegung des casus foederis für uns Österreich gegenüber – den österreichisch-serbischen Konflikt zum Vorwand nehmend, gegen uns den Vernichtungskrieg zu führen. Daher Greys zynische Bemerkung zu Lichnowsky: solange der Krieg auf Rußland und Österreich beschränkt bleibe, würde England still sitzen, erst wenn wir uns und Frankreich hineinmischen, würde er gezwungen sein, aktiv gegen uns zu werden, d.h. entweder wir sollen unseren Bundesgenossen schnöde verraten und Rußland preisgeben – damit den Dreibund sprengen oder für unsere Bundestreue von der Tripelentente gemeinsam überfallen und bestraft werden, wobei ihrem Neid endlich Befriedigung wird, uns gemeinsam total zu ruinieren. Das ist in nuce die wahre, nackte Situation, die langsam und sicher durch Edward VII. eingefädelt, fortgeführt, durch abgeleugnete Besprechungen Englands mit Paris und Feiersburg systematisch ausgebaut, EcMießlich durch Georg V. zum Abschluß gebrecht und ins Werk gesetzt wird. Dabei wird uns die Dummheit und Ungeschicklichkeit unseres Verbündeten zum Fallstrick gemacht. Also die berühmte ‚Einkreisung‘ Deutschiands ist nun doch endlich zur vollsten Tatsache geworden, trotz aller Versuche unserer Politiker und Diplomaten sie zu hindern. Das Netz ist uns plötzlich über den Kopf gezogen und hohnlächelnd hat England den glänzendsten Erfolg ssiner beharrlich durchgeführten pure antideutschen Weltpolitik, gegen die wir uns machtlos erwiesen haben, indem es uns isoliert im Netz zappelnd eis unserer Bundestreue zu Österreich den Strich zu unserer polnischen und ökonomischen Vernichtung dreht. Eine großartige Leistung, die Bewunderung verdient, selbst bei dem, der durch sie zugrunde geht! Edward VII. ist nach seinem Tode noch stärker als ich, der ich lebe! Und da hat es Leute gegeben, die geglaubt haben, man könnte England gewinnen oder beruhigen durch diese oder jene kleine Maßregeln!!! Unablässig, annachgiebig hat es sein Ziel verfolgt mit Noten, Feieriagsvorschlägen, scares, Haldane usw. bis es soweit war. Und wir sind irn Garn gelaufen und haben sogar das Einertempo im Schiffbau eingeführt, in rührender Hoffnung, England damit zu bsruhigenü! Alle Warnungen, alle Baten meinerseits sind nutzlos verhallt. Jetzt kommt der englisch« sogenannt« Dank dafür! Aus dem Dilemma der Bundestreue gegen den ehrwürdigen alten Kaiser wird uns die Situation geschaffen, die England den erwünschten Vorwand gibt, uns zu vernichten, mit dem heuchlerischen Schein des Rechts, nämlich Frankreich zu helfen wegen Aufrechterhaltung der berüchtigten balance of power in Europa, d.h. Ausspielung aller europäischen Staaten zu Englands Gunsten gegen uns! Jetzt muß dieses ganze Getriebe schonungslos aufgedeckt und ihm öffentlich die Maske christlicher Friedfertigkeit in der Öffentlichkeit schroff abgerissen werden und die pharisäische Friedensheuchelei an den Pranger gestellt werden!! Und unsere Konsuln in Türkei and Indien, Agenten usw. müssen die ganze mohammedanische Welt gegen dieses verhaßte, verlogene, gewissenlose Krämervolk zum wilden Aufstand entflammen. Denn wenn wir uns verbluten sollen, soll England wenigstens Indien verlieren.“

Diese Philippika kennzeichnet Wilhelm. Nachdem er durch seine Verschwörung mit Österreich Deutschland in eine so furchtbare Lage gebracht, denkt er nicht daran, wie er es wieder aus ihr herausbringt, sondern nur an den Theatereffekt, wie er das ganze Getriebe seiner Gegner schonungslos aufdeckt, ihm die Maske christlicher Friedfertigkeit schroff abreißt und die pharisäische Friedensheuchelei an den Pranger stellt.

Sein eigenes „Getriebe“, das die Aufdeckung so gar nicht verträgt, mit entsprechender „christlicher Friedfertigkeit“ und „pharisäischer Friedensheuchelei“ hat er vollständig vergesneru Dahti aber scheint ihm der Krieg bereits eine ausgemachte Sache. Die einzige Tat, die ihm nach seinen pomphaften Redensarten einfällt, ist nicht ein Versuch, den Frieden zu retten, sondern nur ein Aufruf zum Aufstand der ganzen mohammedanischen Welt. Er findet sich bereits ab mit dem Gedanken, daß Deutschland im kommenden Kriege verblutet, wena nur England auch einen tüchtigen Knacks davonträgt. Im Grunde bezeugt aber dieses ganze wirre Gerede nur völlige Kopflosigkeit. Italiens Absage und Englands Warnung schlagen den Kaiser vor den Kopf und rauben ihm den Rest von Besinnung.


Zuletzt aktualisiert am: 26.11.2008