Karl Kautsky

Rasse und Judentum

5. Körperliche Merkmale der jüdischen Rasse

Wir haben gesehen, dass die von den primitiven Menschenrassen ererbten Merkmale sich immer mehr auflösen, je mehr die ökonomische Entwicklung vor sich geht. Rassenmischungen und stete Veränderung der ökonomischen Bedingungen arbeiten ununterbrochen daran, neue Typen zu schaffen, die sich immer wieder ändern, zum Teil auseinanderlaufen, zum Teil wieder zusammenschmelzen, wobei die Bestimmtheit und Stetigkeit der Rassen immer mehr aufhört und die Verschiedenheiten der Individuen sich immer mannigfacher gestalten. Der historische Prozess ist nicht ein Ringen unveränderlicher Rassen miteinander, sondern ein Prozess ununterbrochener Änderung des ökonomischen Milieus, steten Wechsels der Interessengruppen, die miteinander kämpfen, was als Resultat den steten Wandel der aus dem Naturzustand überkommenen bestimmten Rassenmerkmale ergibt.

Die Rasse im Sinne der Tierrassen – sowohl der wilden wie der Haustiere – wird beim Menschen immer unbestimmter und entfernt sich immer mehr von den Einteilungen der Menschen nach Staaten und Sprachen, die sich im Laufe der historischen Entwicklung bilden.

Man darf daher von vornherein annehmen, dass bei einer Menschengruppe, die seit Jahrtausenden stets in den vordersten Reihen des ökonomischen Entwicklungsganges marschiert, die die gewaltigsten Wanderungen, ökonomischen und politischen Revolutionen durchgemacht hat, von einer Einheitlichkeit und Reinheit ihrer Rasse längst nicht mehr die Rede sein kann.

Das soll jedoch auf die Juden nicht zutreffen. Immer wieder wird behauptet, die jüdische Rasse habe sich seit alters her in voller Reinheit erhalten, und gerade die angebliche Konstanz ihres Rassentypus ist eine der am meisten benutzten Grundlagen der rassentheoretischen Anschauungen der Anthroposoziologen geworden.

Schon vor einem Jahrhundert schrieb Blumenbach:

Es ist allgemein bekannt, dass der jüdische Volksstamm seit vielen Jahrhunderten über die ganze Erde verbreitet ist; nichtsdestoweniger aber hat er seinen Volkstypus rein und geradezu charakteristisch bewahrt. Diese merkwürdige Tatsache hat schon längst die Naturforscher und Physiologen beschäftigt.

Der bekannte Anthropologe Richard Andree erklärte:

In anthropologischer Beziehung sind die Juden eines der interessantesten Objekte, denn mit gleicher Sicherheit lässt sich kein anderer Rassentypus durch Jahrtausende so zurückverfolgen wie gerade der der Juden, und kein zweiter zeigt eine solche Konstanz der Formen, keiner hat so der Zeit und den Einwirkungen des Lebensraumes widerstanden wie dieser. [1]

Diese Anschauung gilt heute noch in den weitesten Kreisen als eine unumstößliche und unzweifelhafte Tatsache. So unumstößlich und unzweifelhaft, dass man in der Regel vergisst, anzugeben, welches die so konstanten und unveränderlichen Merkmale der jüdischen Rasse sind. Die Rassentheoretiker überlassen diese wissenschaftliche Aufgabe zumeist den Zeichnern der Witzblätter.

Diese zuverlässigen Forscher haben in der Nase das Rassenmerkmal des Judentums gefunden. Kein Jude im Witzblatt ohne Judennase. Wie steht’s aber außerhalb der Witzblätter damit?

Fishberg berichtet:

Der Verfasser hat unter den Juden der Stadt New York wie der verschiedenen Länder Ost- und Westeuropas, Nordafrikas und unter den jüdischen Amerika-Einwanderern aus verschiedenen Teilen Asiens den Gegenstand untersucht. Der Befund unterstütze keineswegs die volkstümliche Ansicht, dass die krumme Nase die jüdische sei, da nur eine kleine Minorität von Juden den Vorzug des Besitzes dieser Nase genießt. Unter 2.836 Juden und 1.284 Jüdinnen (lauter Erwachsene) in der Stadt New York betrug der Prozentsatz der verschiedenen Nasen:

 

Juden

Jüdinnen

Gerade oder griechische Nase

57,3 Prozent

59,4 Prozent

Stumpfnase

22,0 Prozent

13,9 Prozent

Platt- und Breitnase

  6,4 Prozent

14,0 Prozent

Krumme Nase

14,3 Prozent

     12,7 Prozent [2]

Also nur ein kleiner Teil der Juden, 13 bis 14 Prozent, verfügen über eine Judennase!

Und Fishberg ist nicht der Einzige, der einen so kleinen Prozentsatz fand. Andere Forscher in Russland und Österreich kamen zu dem gleichen Resultat!

Auf der anderen Seite aber sehen wir, dass die krumme Nase keineswegs auf die Juden beschränkt ist. Sie ist sehr verbreitet in Westasien, am Mittelmeer sowie unter den Indianern. Wir haben oben schon eine Bemerkung Luschans wiedergegeben, dass gerade in den vom Verkehr abgelegenen Alpentälern die Judennase sehr verbreitet ist, ein Kennzeichen des „homo alpinus“, des Alpenmenschen bildet. Während unter den Juden im Allgemeinen nur 13 bis 14 Prozent eine Judennase haben, sind in der gutkatholischen Bevölkerung Altbayerns 31 Prozent damit behaftet.

Bemerkenswert ist aber noch eine weitere Beobachtung Fishbergs: die Nasenformen der Juden haben die Neigung, entsprechend den Nasenformen ihrer Umgebung zu wechseln.

Es ist bemerkenswert, dass die bayerischen Juden ein prozentual stärkeres Kontingent zu den Habichtsnasen liefern als ihre Glaubensgenossen anderwärts. [3]

Die breiten Nasen findet man häufiger unter den Juden Nordafrikas als unter denen Osteuropas. Dafür findet sich die Stumpfnase unter den Juden am zahlreichsten bei jenen, die inmitten einer slawischen Bevölkerung wohnen, in der dieser Nasentypus häufig ist.

Mit der Judennase verschwindet aber das am meisten anerkannte Merkmal der jüdischen Rasse. Was bleibt noch als solches Merkmal übrig? Die Farben der Haare, der Augen, der Haut? Sie gelten in der Regel als Rassenmerkmale. Aber sollen wir schwarze Haare, dunkle Augen, bräunliche oder gelbliche Haut als besonderes Kennzeichen des Judentums betrachten? Dann müsste man alle Europäer, die nicht blond sind, als Juden betrachten!

Andererseits gibt es jedoch auch blonde und blauäugige Juden. Unter 4.235 Juden, die Fischberg in New York untersuchte, fand er:

Typus

Juden

Jüdinnen

Brünette Typen

52,6 Prozent

56,9 Prozent

Blonde Typen

10,4 Prozent

10,3 Prozent

Mischtypen

37,0 Prozent

32,8 Prozent

Der brünette Typus, den man bisher für charakteristisch jüdisch hielt, ist also bei den Männern beinahe auf die Hälfte reduziert. [4]

Die Zahl der blonden Juden ist jedoch nicht überall gleich groß.

Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass mit sehr wenigen Ausnahmen blonde Juden in Ländern, wo die allgemeine Bevölkerung eine beträchtliche Proportion von Blonden aufweist, zu finden sind. Als Beweis hierfür gilt die große Anzahl blonder Juden in England (25 Prozent) und in Deutschland (30 Prozent von Kindern mit blondem Haar); andererseits haben in Italien, wo die christliche Bevölkerung entschieden brünett ist, weniger als 5 Prozent der Juden helles Haar, und in Nordafrika ist der Prozentsatz noch geringer. [5]

Bleibt noch der Schädel. Er soll ein unveränderliches Merkmal der Rasse sein. Erhält sich diese rein, dann ändert sich der Schädel nicht, behaupten manche Anthropologen. Von anderen wird das bestritten. Doch brauchen wir die Streitfrage hier nicht zu lösen. Nehmen wir an, die Schädelform sei entscheidend, das heißt die Form des Schädels, von oben betrachtet, ob er mehr oder weniger breit oder lang ist. Was fand man nun?

Man kann tatsächlich behaupten, dass unter den Juden aller Länder kein gemeinsamer Kopftypus vorhanden ist. Denn man trifft so ziemlich alle Schädelvarietäten unter den Juden von heute. [6]

Die Schädelformen der Juden der einzelnen Länder sind sehr verschieden. Man fand bei Juden:

Schädelform

In Kaukasus
Prozent

In Europa
Prozent

In Nordafrika
Prozent

In Jemen,
Arabien
Prozent

Überlangköpfige (bis 76) [7]

–

  2,9

26,0

71,8

Langköpfige (76 bis 77)

–

  7,4

24,7

14,1

Unterlangköpfige (78 bis 79)

  4,7

15,5

19,5

  7,7

Mittelköpfige (80 bis 81)

  6,1

25,8

13,0

  2,6

Unterkurzköpfige (82 bis 83)

17,4

24,0

  9,1

  3,9

Kurzköpfige (84 bis 85)

23,9

16,0

  6,5

–

Überkurzköpfige (86 und darüber)

47,9

  8,5

  1,3

–

Anzahl der Beobachtungen

213

2.641

77

78

Die Juden im Kaukasus sind also auffallend kurzköpfig, die in Nordafrika und noch mehr die in Arabien langköpfig, bei den europäischen überwiegt das Mittelmaß.

Mit Recht konstatiert daher Fischberg:

Soweit die Kopfform in Betracht kommt, repräsentieren die drei Judengruppen verschiedene Rassen, geradeso, als ob sie von weißer, schwarzer und gelber Hautfarbe wären. [8]

Auch hier wieder findet man die Übereinstimmung der Juden mit den Völkern, unter denen sie leben. Die Kaukasier, unter denen sie wohnen, sind kurzköpfig; in Arabien, Mesopotamien und Nordafrika sind die Juden so langköpfig wie die eingeborenen Rassen dieser Gegenden. Die europäischen Juden stehen wie die anderen Europäer zwischen diesen beiden Extremen.

Innerhalb Europas selbst zeigt der Kopfindex bei Juden und Nichtjuden der gleichen Gegend eine auffallende Übereinstimmung. So fand Fishberg einen durchschnittlichen Kopfindex von

 

Juden

Nichtjuden

 

 

Juden

Nichtjuden

In Litauen

81,1

81,9

In Ungarn

82,5

81,4

In Rumänien

81,8

82,9

In Klein Russland

82,5

82,3

In Polen

81,9

82,1

In Galizien

83,3

84,4

Im Allgemeinen findet man bei den Juden wie bei den Nichtjuden Osteuropas eine große Einförmigkeit der Kopfformen, sie weichen wenig voneinander ab, was der amerikanische Anthropologe Ripley auf „die Einförmigkeit der Umgebung des russischen Volkes“, auf die Einförmigkeit der Natur „östlich und nördlich der Karpaten“ zurückführt.

Wo bleibt aber bei alledem der unveränderliche, scharf ausgeprägte Rassentypus der Juden, der sich „mit gleicher Sicherheit durch Jahrtausende zurückverfolgen lässt“? Er ist nicht einmal in der Gegenwart mit Sicherheit irgendwo zu finden.

Da sie den jüdischen Rassentypus nicht an jenen Merkmalen aufweisen können, die allgemein als Kennzeichen der Rasse betrachtet werden, wenden sich die Verfechter der Behauptung von einer besonderen jüdischen Rasse von anthropologischen zu physiologischen Merkmalen. Nicht am Aussehen, aber am Verhalten seines Körpers soll man den Juden erkennen.

Hier kommen wir bereits von relativ wenig Veränderlichen zu äußerst wandelbaren Faktoren. Bei Juden soll der Brustumfang auffallend gering sein, die Menstruation früh ihre Fruchtbarkeit einen außerordentlich hohen Grad erreichen, ihre Fähigkeit der Akklimatisierung sehr groß sein. Das stimmt im Ganzen und Großen, erscheint aber durchaus nicht als „jüdische Eigentümlichkeit“, wenn man die Juden nicht mit der Gesamtbevölkerung vergleicht, in der sie wohnen, sondern mit den Klassen, zu denen sie vorwiegend gehören. Man wird dann finden dass Engbrüstigkeit ebenso häufig bei Nichtjuden vorkommt, die als Kaufleute oder Intellektuelle eine sitzende Lebensweise ohne körperliche Übungen führen, dass die Menstruation nicht bloß bei Jüdinnen, sondern bei Stadtbewohnerinnen überhaupt früher eintritt als bei Landmädchen. Die Akklimatisationsfähigkeit in den Tropen hat der Jude mit anderen Europäern gemein, die als Kaufleute hinkommen, nicht als physisch sehr angestrengte Arbeiter und Soldaten, und sich vom Suff freizuhalten wissen. Schwere körperliche Anstrengung und Alkohol – das sind die größten Feinde des Europäers in den Tropen. Als jüdische Eigentümlichkeit wird man die Akklimatisationsfähigkeit der Juden nur dann betrachten dürfen, wenn man den Alkoholismus als eines der unveränderlichen Rassenmerkmale der blonden Herrenrasse betrachtet.

Und was endlich die Fruchtbarkeit anbelangt, die die Juden so zahlreich macht wie den Sand am Meer, so bezeugt sie seit mehreren Jahrzehnten, wie sehr dieses „unveränderliche Rassenmerkmal“ von den sozialen Verhältnissen abhängt. Wie bei der gesamten städtischen Bevölkerung ist auch bei der jüdischen allenthalben ein starker Rückgang der Geburten wahrzunehmen. Das ist für Westeuropa bekannt, beginnt aber auch in Osteuropa sich geltend zu machen. In Rumänien zum Beispiel betrug die Rate der Lebendgeborenen pro Tausend:

 

In der
Gesamtbevölkerung

Bei den
Juden

1871–1875

34,2

48,5

1881–1885

41,3

46,8

1901–1905

39,3

32,6

Sie war vor dreißig Jahren also bei den Juden weit höher als in der Gesamtbevölkerung, steht heute aber erheblich tiefer.

In Westeuropa und Amerika nimmt die jüdische Fruchtbarkeit so rapid ab wie die allgemeine Fruchtbarkeit in Frankreich. Ein weiteres Fortschreiten in dieser Richtung müsste zu einem Aussterben der Juden führen, womit sich in eigenartiger Weise die Judenfrage von selbst lösen würde.

In Preußen betrug der Überschuss der Geburten über die Todesfälle pro Tausend der betreffenden Bevölkerung:

 

Bei
Juden

Bei
Andersgläubigen

1885

10,3

12,3

1895

  6,7

15,1

1905

  3,2

12,8

1908

  3,3

15,0

In einigen deutschen Städten sind Geburts- und Sterbeziffer der Juden beinahe gleich; in Breslau wurden sogar 1906 bis 1907 507 jüdische Geburts- und 694 Todesfälle registriert. Hier „füllen sie die Erde nicht“. [9]

Bemerkenswert sind auch einige Zahlen, die Felix Theilhaber in einem Buche mitteilt, das er „Das sterile Berlin“ (Berlin 1913, Eugen Marquardt) nennt, das aber weit mehr bringt, als der Titel verheißt, eine gründliche Erörterung des Modernen Bevölkerungsproblems.

Schon 1911 hatte er eine Schrift mit dem bezeichnenden Titel veröffentlicht: „Der Untergang der deutschen Juden“. [10] In der oben zitierten Schrift gibt er einige neuere Berechnungen aus Berlin wieder.

Man zählte in Berlin:

 

Jüdinnen im Alter
von 15 bis 45 Jahren

Jüdische
Geburten

Geburten auf 1.000
gebärfähige Jüdinnen

1880

13.300

1.497

112

1895

22.673

1.694

  75

1900

24.531

1.649

  67

1905

25.491

1.630

  64

1910

Rund 24.000         

1.306

  54

Sollte der jüdische Nachwuchs den Abgang durch Tod ersetzen, müssten bei der heutigen Sterberate auf 1.000 gebärfähige Jüdinnen 78 Geburten im Jahre kommen. Bei der jetzigen Geburtsrate bringen 1.000 jüdische Paare, demnach „2.000 reife Juden einen Nachwuchs hervor, der nur 1.400 Personen groß werden lässt. Also stirbt ein Drittel der Berliner Juden in sich aus. Wenn diese Entwicklung anhält, sind die Berliner Juden in zwei bis drei Generationen, das heißt in 80 bis 120 Jahren auf dem Aussterbeetat.“ [11]

Abgesehen ist hier von der Zuwanderung von außen.

Auf jeden Fall zeigen diese Zahlen, dass es mit dem „unveränderlichen“ Rassenmerkmal unendlicher Fruchtbarkeit der Juden auch nichts ist.

Da die Physiologie ebenso versagt wie die Anthropologie, soll die Pathologie helfen. Die Rassenmerkmale, die der gesunde Jude nicht liefert, sollen der kranke liefern. Es wird behauptet, der Jude unterliege manchen Krankheiten mehr als der Nichtjude, gegen manche sei er wieder mehr gefeit. Indes liegen auch hier nur voreilige Schlussfolgerungen vor.

So gilt zum Beispiel namentlich die Zuckerkrankheit (Diabetes) als „Judenkrankheit“. In der Tat sterben auffallend viele Juden an dieser Krankheit.

Nach Auerbach beträgt in Budapest die Diabetesterbeziffer der Katholiken 5,9 von Hunderttausend, der Juden dagegen 21,4. In Frankfurt a. M. betrug in den Jahren 1872 bis 1890 (nach Wallach) die Diabetesziffer der Juden sechsmal so viel wie die der Christen; in Preußen war sie (nach Singer) bei den Juden 6½-mal größer als in der allgemeinen Bevölkerung. [12]

Vergleiche dieser Art zwischen Juden und Nichtjuden sind aber ganz irreführend, mögen sie sich auf Krankheiten beziehen oder auf Kriminalität oder Schulbesuch. Wir wissen, dass manche Krankheiten in bestimmten Berufen und Schichten häufiger sind als in anderen. Ein Vergleich zwischen Juden und Nichtjuden ist nur dann angängig, wenn er sich auf die Nichtjuden der gleichen Klassen beschränkt, zu denen das Gros der Judenschaft gehört. Da findet man aber, dass bei Kaufleuten und Intellektuellen der Diabetes etwas sehr Häufiges ist, auch bei Nichtjuden. Fishberg stellt denn auch fest, dass die Zuckerkrankheit eine Judenkrankheit nur dort ist, wo die Juden vorwiegend Geschäftsleute sind. In New York werden deutsche Juden nach den Aufzeichnungen der Krankenhäuser dreimal so stark vom Diabetes heimgesucht wie die Nichtjuden. Die russischen Juden dagegen, die in der Mehrzahl aus Arbeitern bestehen, liefern dort im Verhältnis nicht mehr Zuckerkranke als die Gesamtbevölkerung überhaupt. Also die Zuckerkrankheit ist nicht eine Krankheit der Rasse, sondern des Berufs.

Andererseits sollen die Juden von manchen ansteckenden Krankheiten weniger leicht befallen werden als Nichtjuden, so von der Cholera, den Pocken, der Tuberkulose usw. Aber soweit dies stimmt, erklärt es sich leicht aus den sozialen Verhältnissen der Juden, die in Deutschland zum Beispiel zu den wohlhabenderen Klassen gehören, dem Alkoholismus weniger frönen und die endlich überall bei Krankheit den Arzt konsultieren, den die ungebildete Volksmasse oft mit Misstrauen behandelt. Selbst der orthodoxeste, abergläubischste Jude wird nicht nach italienischem und russischem Muster eine Epidemie bloß durch Gebete und Opferspenden zu hemmen suchen.

Es ist eine Tatsache, die von vielen praktischen Ärzten bestätigt wird, dass die Juden von jedem ihnen ärztlich empfohlenen Heil- und Vorbeugungsmittel reichlichstes Gebrauch machen. Unter den Impfgegnern, geschweige unter den Impfrebellen gibt es so gut wie keine Juden. Auch die orthodoxeste jüdische Geistlichkeit empfiehlt Leidenden, einen Arzt zu konsultieren, anstatt sich einzig der Vorsehung anzuvertrauen. [13]

Sollen wir die Unwissenheit der Volksmasse als ein Rassenmerkmal der „Arier“ betrachten? Einstweilen führen wir diese Merkmale noch auf die sozialen und politischen Zustände zurück, unter denen die Völker leben.

Also auch das Rassenmerkmal der Krankheit versagt. So bleibt den Verfechtern der Rassenreinheit des Judentums nur noch eine Zuflucht, die letzte, zu der sich alle Rassentheoretiker immer wieder flüchten, die aus modernen Nationen Rassen konstruieren wollen, zur Sprache.

Freilich, gerade bei der Judenschaft muss die Sprache als Merkmal der Rasse mehr noch als bei jeder anderen Menschengruppe versagen, da ja die Juden, mit Ausnahme der polnischen und russischen, überall die Sprache ihrer Umgebung sprechen. Aus der Sprache wird daher bei den Juden die Aussprache. An ihr soll man stets den Juden erkennen. Der Jude jüdele in allen Sprachen, meinte der Afrikareisende Gerhard Rohlfs:

Wir wissen, dass der Jude in Deutschland stets an seiner misstönenden Sprache zu erkennen ist. Ebenso die Juden aller europäischen Länder ... so auch in Nordafrika.

Und Andree sagt:

Das sogenannte Mauscheln ist ein jüdisches Stammesmerkmal, welches so wenig bei ihnen verschwindet wie der eigene Typus ... Es ist dies ganz entschieden ein Rassenmerkmal, da es sich bei den Juden aller Länder findet. [14]

Richard Wagners Beweisführung dafür, dass der Jude unfähig sei, gute Musik zu machen, geht von der jüdischen Aussprache aus. Nachdem er in seiner Schrift Das Judentum in der Musik ausgeführt hat, dass die äußere Erscheinung des Juden stets etwas für uns „unangenehm Fremdartiges hat; wir wünschen unwillkürlich, mit einem so aussehenden Menschen nichts gemein zu haben“, fährt er fort:

Ungleich wichtiger, ja entscheidend wichtig ist jedoch die Beachtung der Wirkung auf uns, welche der Jude durch seine Sprache hervorbringt; und namentlich ist dies der wesentliche Anhaltspunkt für die Ergründung des jüdischen Einflusses auf die Musik .... Im Besonderen widert uns nun aber die rein sinnliche Kundgebung der jüdischen Sprache an. Es hat der Kultur nicht gelingen wollen, die sonderliche Hartnäckigkeit des jüdischen Naturells in Bezug auf Eigentümlichkeiten der semitischen Aussprechweise durch zweitausendjährigen Verkehr mit europäischen Nationen zu brechen. Als durchaus fremdartig und unangenehm fällt unsrem Ohre zunächst ein zischender, schrillender, summsender und murksender Lautausdruck der jüdischen Sprechweise auf: eine unsrer nationalen Sprache gänzlich ureigentümliche Verwendung und willkürliche Verdrehung der Worte und der Phrasenkonstructionen gibt diesem Lautausdrucke vollends noch den Charakter eines unerträglich verwirrten Geplappers, bei dessen Anhörung unsre Aufmerksamkeit unwillkürlich mehr bei diesem widerlichen Wie, als bei dem darin enthaltenen Was der jüdischen Rede verweilt. Wie ausnehmend wichtig dieser Umstand zur Erklärung des Eindruckes namentlich der Musikwerke moderner Juden auf uns ist, muss vor Allem erkannt und festgehalten werden .... Macht nun die hier dargetane Eigenschaft seiner Sprechweise den Juden fast unfähig zur künstlerischen Kundgebung seiner Gefühle und Anschauungen durch die Rede, so muss zu solcher Kundgebung durch den Gesang seine Befähigung noch bei weitem weniger möglich sein. usw. [15]

Kein Zweifel, ein jüdelnder Siegfried wäre auf der Bühne unmöglich. Richard Wagners Dialekt war ein anderer als der jüdische, der sächsische. Nach Wagners Argumentation könnte man sagen: „Es hat der Kultur nicht gelingen wollen, die sonderliche Hartnäckigkeit des sächsischen Naturells in Bezug auf Eigentümlichkeiten der sächsischen Aussprechweise durch zweitausendjährigen Verkehr mit europäischen Nationen zu brechen.“ Ist es aber nicht sicher, dass der Direktor Striese aus dem Raub der Sabinerinnen in der Rolle des Siegfried auch nicht besser bestehen würde wie der bekannte Schmoch? Wer wollte daraus schließen, der Einfluss der Sachsen auf die Musik könne nur ein verderblicher sein?

Die Aussprache ist ein ganz eigenartiges Element der Sprache. Grammatik und Wortschatz können schriftlich gefasst, durch Bücher gelehrt werden: Die Aussprache vermag man mit den paar Buchstaben des Alphabets nur anzudeuten, nicht genau wiederzugeben. Sie bedarf zu ihrer Erlernung des persönlichen Verkehrs mit Leuten, denen diese Sprache Muttersprache ist. Viel mehr als in Grammatik und Wortschatz, die schriftlich fixiert und aus dem Leben herausgehoben werden, erhält sich in der Aussprache der Einfluss des Volkslebens, der Volksmasse. Auf ihr hauptsächlich beruhen die Eigentümlichkeiten der Dialekte. Endlich im Unterschied zu Grammatik und Wortschatz, die bloß in Gedanken zu erlernen möglich ist, erheischt die Erlernung der Aussprache eine stete Übung der Zunge und des Gehörs.

Hat man als Kind ausschließlich die Aussprache des Dialekts der Heimat geübt, dann wird man sie schwer wieder los. Und nur wenige Menschen verfügen über ein so feines Gehör und eine so gewandte Zunge, dass sie imstande sind, sich noch im reifen Alter die richtige Aussprache einer fremden Sprache oder eines ihnen fremden Dialekts vollständig anzueignen. Auch diejenigen unter ihnen, die die fremde Sprache beherrschen, fließend sprechen, verraten in der Aussprache, dass es nicht ihre Muttersprache ist. Auf der anderen Seite vergisst man in der Fremde durch Nichtübung die mit der Muttersprache angenommene Aussprache weniger leicht als ihre Worte und ihren Satzbau. Ich habe in England deutsche Arbeiter kennengelernt, die seit ihrer Jugend drüben waren, denen es schon recht schwerfiel, sich deutsch zu unterhalten, die es vorzogen, englisch zu reden, denen man aber in der Aussprache nicht bloß des Deutschen, sondern auch des Englischen sofort anhörte, aus welcher Gegend sie stammten.

Wenn die Juden immer und überall mauscheln, so sächseln die Sachsen, schwäbeln die Schwaben immer und überall. Will man daraus Rassencharaktere konstruieren? In Sachsen sächselt alle Welt, die dort aufwächst, welcher Abstammung immer. Dagegen werden die Kinder sächsischer Eltern, die in Württemberg aufwachsen, nicht sächseln, sondern schwäbeln; sie werden in München bayerisch und an der Wasserkant plattdeutsch reden. Wie der Wortschatz und die Grammatik wird auch die Aussprache nicht ererbt, sondern erlernt, nur in anderer Weise, und die persönliche Umgebung spielt dabei eine größere Rolle.

Wenn die Juden die Sprachen der Völker, unter denen sie leben, anders aussprechen als diese, beweist das nur, dass sie innerhalb dieser eine Sonderexistenz führen und dabei untereinander im engsten Kontakt bleiben. Und nur soweit sie eine solche Sonderexistenz führen, bewahren sie ihre eigenartige Aussprache. Juden, die nicht in einer geschlossenen jüdischen Gemeinde, sondern mit nichtjüdischen Kindern aufwachsen, mauscheln ebenso wenig wie diese. Eine bekannte Anekdote will zwar von einem Judenjungen wissen, den sein Vater aufs Dorf schickte, damit er sich das Mauscheln abgewöhne. Als er ihn nach einem Jahre wieder abholte, fand er zu seinem Entsetzen, dass der kleine Baruch nicht aufgehört hatte, zu mauscheln, dass aber jetzt das ganze Dorf mit ihm mauschelte.

Alle Achtung vor Baruchs Suggestivkraft, aber als wissenschaftliches Argument dürfte eine derartige Anekdote höchstens für Sombart oder für die Verfechter des jüdischen Ritualmordes verwendbar erscheinen. Noch rascher als die Engbrüstigkeit der Juden hört ihr Mauscheln dort auf, wo sie in andere soziale Verhältnisse kommen. Dass daraus ein Rassenmerkmal gemacht wurde, beweist nichts, als dass es Leute gibt, die um jeden Preis das Judentum als besondere Rasse hinstellen wollen und die in die größte Verlegenheit kommen, wenn sie die dauernden und unverkennbaren Merkmale dieser Rasse zeigen sollen.

Dass die heutigen Juden keine reine Rasse darstellen – weder eine geographische noch eine auf gemeinsame Abstammung gegründete, ergibt schon ein kurzer Blick auf ihre Geschichte. Das Judentum ist erwachsen auf dem Boden Palästinas, das an der Grenze zweier Gebiete liegt, die jedes eine besondere Rasse umfassen und wohl auch durch ihre Eigenart erzeugt haben: dort treffen zusammen die Ausläufer des gebirgigen Kleinastens (im weitesten Sinne, so dass auch Armenien dazu zählt), dem der armenoidische Typus entspross, und die Ausläufer der weiten Steppen Arabiens, die bis Mesopotamien reichen. In den letztgenannten Gebieten erwuchs ein Typus, der gewöhnlich als der semitische bezeichnet wird, den man wohl aber auch besser mit einem bestimmten Gebiet und nicht mit einem bestimmten Sprachstamm in Verbindung setzt und als arabischen bezeichnet. Zum semitischen Sprachstamm gehören auch Angehörige des armenoidischen Typus, wie zum Beispiel die Assyrer. [16]

Beide geographische Rassen müssen sich an ihren Grenzgebieten, also auch in Palästina, schon früh und immer wieder von neuem begegnet und gemischt haben. Die israelitische Urgeschichte liegt so noch sehr im Dunkeln, die Berichte der Bibel sind absolut unerlässlich. Jedoch darüber, dass die Bevölkerung Palästinas bereits frühzeitig ein Gemisch von Rassen darstellte, sind alle Forscher einig, wie sehr sie auch in Details auseinandergehen mögen.

Aber Palästina bildete noch in anderer Beziehung ein Grenzland. Die „Einflussphären“, um modern zu sprechen, der beiden ersten Großstaaten der geschichtlichen Zeit, Babyloniens und Ägyptens, stießen dort zusammen. Solange die Schifffahrt auf dem Mittelmeer nicht entwickelt war, ging der ganze Handelsverkehr zwischen den beiden Reichen durch Palästina, aber auch für ihre Kriegsheere bildete es die Durchgangsstraße und oft das Schlachtfeld.

So sah es Kaufleute mit ihren Sklaven und Söldner, die oft von weither kamen, den verschiedensten Rassen angehörten. Die Söldner blieben in den Festungen Palästinas mitunter lange in Garnison. Derartige Elemente haben in dem Lande, in dem sie verweilten, stets dafür gesorgt, dass sie eine zahlreiche Nachkommenschaft zurückließen.

Dabei verschmähten die Israeliten ursprünglich keineswegs eheliche Verbindungen mit Stammesfremden. Stade sagt darüber:

„Das Volk Israel ist so wenig ein Volk reinen Blutes wie irgendein anderes der Erde gewesen: sind doch außer den kanaanitischen, hebräischen, arabischen Bestandteilen auch Leute aramäischer und ägyptischer Herkunft in dasselbe aufgenommen worden.“

Wie wenig exklusiv man war, sieht man aus dem Umstand, dass uns in Davids Familie ein Ismaelit begegnet. Daher befremdet den alten Israeliten höchstlich die Ängstlichkeit, mit der sich die alten Ägypter von der Berührung mit Fremden abschlossen. [17] Selbstverständlich schließt das nicht aus, dass schon in alter Zeit die eigene Nationalität hochhielt und Reinheit israelitischer Herkunft hochachtete. Doch war, da diese in alter Zeit sicher sehr selten vorkam, das Gegenteil eben kein Makel. So erklärt es sich, dass zwar schon nach der ältesten Sagengestalt Isaak, der Sohn der Verheißung, eine Verwandte heiraten sollte, dass man aber ohne Anstand erzählt, dass andere Väter Ausländerinnen heiraten: Jud eine Kanaaniterin, Joseph eine Ägypterin. [18]

Erleichterte die Lage Palästinas den Zuzug fremder Elemente und die Mischung mit ihnen, so erleichterte sie ebenso sehr die Ausbreitung der Bewohner des Landes zu den Nachbarn. Ein armes, wenig fruchtbares Land, erzeugte es leicht einen Überschuss an Menschen. Es war zu klein und schwach, stand zu übermächtigen Nachbarn gegenüber, als dass es den Überschuss auf dem Wege der Eroberung hätte loswerden können. Von guten Seehäfen und der Schifffahrt wurde es durch die Phöniker abgesperrt. Also der Weg überseeischer Kolonisation war für die Israeliten auch nicht gangbar. So blieb ihrem Bevölkerungsüberschuss nur übrig, als Handelsleute (mitunter auch als Söldner, doch haben diese keine historische Wirkung geübt) ins Ausland zu ziehen. Als solche wandern sie immer weiter, gründen sie eine Reihe von Niederlassungen. In manchen Städten werden sie so zahlreich, dass sie imstande sind, neben dem Handel eigene Handwerker zu erhalten, und auch die Zahl der Intellektuellen unter ihnen wächst.

In der Heimat von den übermächtigen Nachbarn immer mehr bedrängt und eingeengt, bat das Völkchen nur diesen einen Weg, sich auszudehnen. Er wird so energisch betreten, dass die israelitische Bevölkerung im Ausland schließlich zahlreicher wird als die im Vaterland. Wiederholt und zuletzt für immer verliert diese seine selbständige Existenz. Aber noch ehe es so weit gekommen, war der Schwerpunkt des Judentums von seinem Ursprungsland in eine Reihe von Städten Ägyptens, Syriens, Mesopotamiens verschoben worden.

Solange die Israeliten in Palästina geblieben waren, mochte das einheitliche, natürliche Milieu immerhin bewirken, dass eine Tendenz in der Richtung einer einheitlichen geographischen Rasse in Kraft blieb und dadurch der Mannigfaltigkeit der Typen, die aus der Rassenmischung hervorging, etwas entgegenwirkte. Die Wanderung und die Zerstreuung in die mannigfachen natürlichen Milieus machten jener Tendenz nach einer einheitlichen geographischen Rasse ein Ende. Die überkommene Rassenmischung wurde jetzt aber erst recht fortgesetzt.

Die Masse der Juden wohnte nun außerhalb ihres Stammlandes. Fremde unter Fremden, nur geduldet, oft genug angefeindet, fanden sie keinen Rückhalt in dem kleinen Staatswesen, dessen Hauptstadt Jerusalem bildete. Sie konnten sich nur behaupten durch den engsten Zusammenschluss untereinander, Zusammenschluss innerhalb einer Lokalität und Zusammenschluss aller Lokalitäten; durch innigste interlokale Solidarität. In dem ungeheuren Gebiet, über das sie sich verbreiteten, wurden sie nie überall gleichzeitig verfolgt, geplündert, vertrieben. Geschah dies irgendwo, dann fanden die Misshandelten, Beraubten, Heimatlosen stets werktätige Hilfe und Unterstützung in anderen Gegenden.

Dieser Zusammenschluss war aber immer weniger ein nationaler. Die Juden hatten nie eine einheitliche Rasse gebildet, sie hörten jetzt auch auf, eine Nation zu bilden. Alles, was das Wesen einer Nation ausmacht, ging ihnen verloren; die Gemeinsamkeit des Territoriums, ja sogar die Gemeinsamkeit der Sprache.

Die im Ausland lebenden Juden mussten dessen Sprache sprechen, und wenn sie mehrere Generationen dort gewohnt hatten, dann sprachen die Jüngeren schließlich nur noch die Sprache des Wohnlandes und vergaßen die des Mutterlandes... Schon im dritten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung wurden die heiligen Schriften der Juden ins Griechische übersetzt, wohl weil von den alexandrinischen Juden nur noch wenige Hebräisch verstanden ... Schon mehrere Jahrhunderte vor der Zerstörung Jerusalems durch die Römer hat das Hebräische aufgehört, eine lebende Sprache zu sein. [19]

Aus seiner nationalen Existenz bewahrte sich das Judentum immer mehr nur die nationale Sehnsucht, den Wunsch, wieder einmal eine Nation zu werden, und da Wünsche schrankenlos sind, so gestaltete er sich zu der Prophezeiung, es würde zur weltbeherrschenden Nation werden, geführt von einem unwiderstehlichen Helden, dem Messias. Praktisch aber verwandelte es sich aus einer Nation immer mehr in einen internationalen Bund. Was ihn zusammenhielt, das war der Rest des alten nationalen Lebens, der sich erhielt, die Religion. Aber gerade die Religionen waren als Mythus und Philosophie in den Jahrhunderten um Christi Geburt herum im ganzen Mittelmeerbecken in lebhaftem Umwandlungsprozess begriffen, am meisten in den Kreisen, aus denen sich das Judentum damals ausschließlich rekrutierte, den städtischen. Nicht das religiöse Denken, sondern der religiöse Ritus blieb das feste und greifbare Zeichen der religiösen Gemeinschaft, dasjenige, was für die Juden aller Gebiete des damaligen Welthandels ein gemeinsames, von allen anerkanntes und leicht erkennbares Band bildete, das gleichzeitig allen Unbefugten den Eintritt verwehrte.

Das besagt jedoch keineswegs, dass sich das Judentum gegen alle neuen Elemente streng abschloss. Im Gegenteil, gerade in dem Maße, in dem es aufhörte, eine Nation zu sein, und begann, ein bloßer internationaler Bund zu gegenseitiger Hilfeleistung zu werden, in demselben Maße erwuchs sein Streben, seine Reihen durch Propaganda zu vergrößern und sich dadurch zu stärken. Territoriale Eroberungen waren ihm untersagt. So griff es zur Propaganda.

„Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer,“ lässt das Evangelium Jesus sagen, „ihr Heuchler, dass ihr Meer und Land durchstreift, um einen Proselyten zu machen; und wird er es, dann macht ihr aus ihm einen Sohn der Hölle, zweimal so arg als ihr selbst.“ [20]

Über die Gründe und Wirkungen dieser Propaganda habe ich ausführlich in meinem Ursprung des Christentums gehandelt. Es würde zu weit führen, das dort Gesagte zu wiederholen. Genug, diese Propaganda war eine sehr erfolgreiche. Je größer der Erfolg, desto notwendiger aber musste es erscheinen, alle unzuverlässigen Neulinge fernzuhalten. Die strenge Beobachtung der rituellen Vorschriften wurde jetzt doppelt notwendig. So sehen wir ja auch in der Freimaurerei ein reiches Zeremonienwesen, das, namentlich für intelligente Leute, vielfach einen höchst läppischen Eindruck macht und seine Rechtfertigung nur dadurch bekommt, dass es leichtfertigen Eindringlingen den Zutritt erschwert. Wer sich dem jüdischen Ritus dauernd unterwarf, auf den konnte das Judentum als zuverlässigen Genossen rechnen.

Jeder aber war willkommen, der diesen Ritus anerkennen wollte – ohne Unterschied der Herkunft. Die jüdische Exklusivität war keine Exklusivität der Rasse. Die jüdische Propaganda in allen Gegenden der antiken Welt musste vielmehr die Mischung der Rassen innerhalb des Judentums noch gewaltig steigern.

So erfolgreich die Propaganda war, sie ergriff nicht die Volksmassen der „Heiden“. Diese zeigten vielmehr gerade in dem Maße wachsende Abneigung gegen das Judentum, in dem es aufhörte, eine Nation zu sein, und ein internationaler Bund wurde. Je mehr es den Charakter einer Nation verlor, umso mehr hörte es auch auf, alle Klassen der damaligen Gesellschaft zu umfassen, es umfasste nur die städtischen, vielfach nur die mit Waren- und Geldhandel beschäftigten. Solange es eine Nation gewesen war, und zwar eine sehr kleine Nation, hatten seine Bestrebungen nach Erweiterung oder nach Behauptung nur hier und da die nächsten Nachbarn gekümmert. Je mehr es sich zu einem in der ganzen Welt vertretenen Bund von Angehörigen einer bestimmten Klasse gestaltete, desto mehr wurde es in die Klassenkämpfe der ganzen Welt hineingezogen. Und zwar in doppelter Weise. Einmal in die Kämpfe der eigenen Klasse gegen andere Klassen, gleichzeitig aber auch in Kämpfe gegen die Konkurrenten innerhalb der eigenen Klasse, von denen die Überlegenheit sehr ärgerlich empfunden wurde, die den Juden ihre internationale Verbreitung und Solidarität verlieh. Die beiden Arten des Klassenkampfes wurden oft in einer für die Juden sehr unangenehmen Weise miteinander verbunden: die Konkurrenten aus der eigenen Klasse lenkten die gegen sie gerichtete Gegnerschaft aus anderen Klassen speziell auf ihre jüdischen Klassengenossen ab, verwandelten Kämpfe gegen Zwischenhändler, Steuerpächter, Wucherer in Kämpfe gegen die Juden. Die Ablenkung wurde schon dadurch begünstigt, dass sie schutzlose Fremde waren; ebenso sehr aber durch jene Eigenschaften der Juden, durch die sie sich als schutzlose Fremde zu behaupten suchten: durch ihren engen Zusammenschluss und ihre internationale Solidarität.

Derartige Elemente machen sich unwissenden, lokal bornierten Massen immer leicht verdächtig. Es war im siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert ebenso leicht, in England ein Katholikenmassaker aus den sinnlosesten Veranlassungen zu entzünden, wie in den letzten zwei Jahrtausenden in der ganzen europäischen Welt zeitweise Pogrome gegen die Juden. Es ist aber niemand eingefallen, die englischen Katholikenverfolgungen als Rassenkämpfe und die englischen Katholiken als besondere, „reine Rasse“ hinzustellen.

Die Situation für die Juden wurde eine verzweifelte, als sich auch die Staatsgewalten gegen sie erhoben. Solange das Cäsarentum noch nicht fest im Sattel saß, hatte es im Judentum einen wertvollen Bundesgenossen gesehen. Je mehr der kaiserliche Absolutismus sich befestigte, desto misstrauischer wurde er gegen alle selbständigen Korporationen, also auch gegen das Judentum. Als nun gar die Juden Jerusalems ihre Unabhängigkeit gegenüber den Römern im Kampfe zu wahren suchten, wurde das Judentum vollends in die Acht erklärt.

Von da an war seiner Propaganda jeder Boden entzogen; überall ward es in die Defensive gedrängt, jeder Zuzug aus nichtjüdischen Kreisen abgeschnitten. Damit wurde es eine Kaste, die auf Inzucht innerhalb ihres geschlossenen Rahmens angewiesen war. Jetzt erst wurde die Abgeschlossenheit des Judentums eine hochgradige.

Dieser Zustand fand seinen Höhepunkt im Ghetto der Feudalzeit, im Judenviertel, auf das die jüdische Bevölkerung jeder Stadt ausschließlich angewiesen wurde. Dadurch hätte das Judentum als reine Rasse vielleicht erhalten werden können, wenn es zu Beginn eine solche gewesen wäre. Es ist aber eine reine Rasse nie gewesen, und selbst zur Zeit der strengsten Abschließung wirkten zwei Umstände der Neubildung einer solchen Rasse entgegen.

Es konnte nicht eine geographische Rasse werden, denn seine Niederlassungen erstreckten sich über die verschiedensten und fernsten Länder. Andererseits hätte es, selbst wenn es im Ursprung eine reine Rasse war, sie nicht rein erhalten können, da es nicht imstande war, die Mischung mit fremden Elementen zu verhüten.

Gerade die Zeit der strengsten Abgeschlossenheit des Judentums ist die Zeit seiner größten Rechtslosigkeit, die es immer wieder neuen Verfolgungen aussetzt. Dabei wurden nicht nur Kostbarkeiten geraubt, Menschen geschlachtet, sondern auch Frauen in großer Anzahl vergewaltigt. Die Nachkommen dieser Frauen aber galten als Juden und wurden als solche aufgezogen. Selbst wenn wir annehmen wollten, sämtliche Jüdinnen seien gegen die Verführungskünste ihrer nichtjüdischen Nachbarn immun gewesen, so genügt schon die Tatsache der Judenverfolgungen, um die unveränderliche „Reinheit“ des jüdischen Blutes während der letzten zwei Jahrtausende auszuschließen. Von Anfang an eine Mischrasse, ist es im Laufe seiner Wanderungen immer wieder mit neuen Volksstämmen in Berührung gekommen und hat dadurch sein Blut immer mehr gemischt.

Wir haben schon auf die bemerkenswerte Tatsache hingewiesen, dass die Juden jedes Gebiets manche körperlichen Merkmale mit den nichtjüdischen Bewohnern des gleichen Gebiets gemein haben. Das kann eine Wirkung der gleichen natürlichen Bedingungen auf beide Teile sein. Ebenso sehr aber auch eine Wirkung von geschlechtlicher Verbindung zwischen Juden und Nichtjuden. Wie gewöhnlich in der Welt der Organismen dürften auch hier beide Faktoren, Anpassung und Vererbung, gemeinsam für die körperlichen Merkmale bestimmend geworden sein.

Nicht minder aber wie die Juden sind die sie umgebenden Nichtjuden gemischter Rasse. Und auch jüdisches Blut fließt in ihren Adern. Nicht nur außerehelicher Verkehr etwa jüdischer Kaufleute oder Studenten mit christlichen Dienstmädchen oder Kellnerinnen macht manches Christenkind zu einem „Judenstämmling“. Vielleicht noch mehr jüdisches Blut wurde dem Körper der Christenheit durch die Bekehrung von Juden eingeflößt, die seit vielen Hunderten von Jahren vor sich geht. In Spanien zum Beispiel wurden im vierzehnten und fünfzehnten Jahrhundert Hunderttausende von Juden dem christlichen Glauben zugeführt. Ihre Nachkommen infizierten das Ariertum mit ihrem Blut. Es gibt heute keinen Juden, der von sich mit Bestimmtheit sagen kann, in seinen Adern fließe kein nichtjüdisches Blut; schon deshalb nicht, weil es eine jüdische Rasse weder im Sinne der reinen Haustierrasse noch im Sinne der geographischen Rasse jemals gegeben hat.

Aber selbst wenn man annehmen wollte, alle jene, die vor zwei Jahrtausenden unter den rituellen Gesehen des Judentums lebten, hätten eine besondere Rasse gebildet, so kann doch kein Jude heute von sich mit Bestimmtheit behaupten, dass sich unter seinen Vorfahren nur Elemente befänden, die von den Juden jener Zeit abstammen.

Auf der anderen Seite gibt es aber keinen Christen, der mit voller Bestimmtheit von sich erklären kann, unter seinen Vorfahren befinde sich kein Jude.

Rassenmerkmale, die diese Frage entscheiden könnten, kann man nicht nennen. Was man als ausgesprochenes Rassenmerkmal des Juden bezeichnet, das „jüdische Gesicht“, schwarze Haare, funkelnde Augen und vor allem krumme Nase: dies Erbteil von einer unter den vielen Rassen, aus denen das Judentum erwachsen ist, findet sich, wie wir gesehen, auch bei zahlreichen nichtjüdischen Völkerschaften. Und es ist nur bei einem kleinen Bruchteil der Judenschaft zu finden. Zum Merkmal des jüdischen Typus ist es wohl deshalb geworden, weil es in jenen Gegenden Europas, in denen die Juden zahlreicher zusammenwohnen, östlich der Elbe und nördlich der Karpaten, bei den Nichtjuden seltener vorkommt, sich von den dort landläufigen Gesichtern am schroffsten unterscheidet und am meisten auffällt.

Doch bildet auch dort das „jüdische Gesicht“ nicht für sich allein den jüdischen Typus, besondere, auffallende Kleider- und Haartracht, Kastan und Pajes (Stirnlöckchen), Aussprache, Körperhaltung, Mienenspiel und Gestikulationen – alles soziale, von der Umgebung durch mehr oder weniger unwillkürliche Nachahmung überkommene Besonderheiten, sie müssen mit dem ererbten jüdischen Gesicht zusammentreffen, soll der unverkennbare, „richtige“ jüdische Typus zustande kommen.

Die Zeichner der Witzblätter sind vollauf berechtigt, den Juden mit dem „jüdischen Gesicht“ zu charakterisieren. Die Aufgabe der Karikaturisten besteht im Übertreiben und Häufen auffallender und eigenartiger Merkmale. Wenn aber Anthropologen dieses Gesicht zum Kennzeichen einer besonderen jüdischen Rasse erheben, schaffen sie eine Karikatur auf ihre eigene Wissenschaft.

Sombart freilich bildet sich ein, dass man den Juden stets an seinem Gesicht erkennen könne:

„Eine spätere Zeit wird es kaum begreifen, dass es in unseren Tagen Leute gegeben hat, die den Juden als Angehörigen eines besonderen Volkes oder einer bestimmten Rasse (auf den Namen, den man den Juden geben will, kommt es wahrhaftig nicht an) von einem Neger oder einem Eskimo oder einem Pommern oder einem Südfranzosen nicht zu unterscheiden vermochten“, und das ist umso sträflicher, denn: „offenbar unter dem Einfluss der Naturwissenschaften ist in dem letzten Menschenalter unser Blick für das Blutsmäßige im Menschen geschärft worden“. [21]

Dieser Blick ist bei Sombart so geschärft, dass es ihm genügt, einen Blick auf ein Porträt, sei es auch nur ein Holzschnitt oder Kupferstich, zu werfen, um sofort herauszufinden, ob das Original ein Jude war:

„Wir wissen, dass derjenige Generalgouverneur der Holländisch-Ostindischen Kompanie, der, wenn man ihn auch nicht als Gründer der niederländischen Macht auf Java bezeichnen kann, doch sicher am meisten zur Befestigung derselben beigetragen hat, Cohn (Coen) hieß. Und können uns leicht davon überzeugen, dass er nicht der einzige jüdische Gouverneur der holländisch-indischen Besitzungen war, wenn wir etwa die Porträts dieser Beamten einer Musterung unterziehen.“ [22]

Wenn ein Mann Coen heißt, so „weiß“ Sombart mit seinem Scharfblick für das Blutsmäßige, dass er Cohn hieß und ein Jude war. Kenner der holländischen Kolonialpolitik, die von Coen mehr „wissen“ als seinen Namen, wissen freilich, dass Coen mit Cohn nichts zu tun hatte und ebenso wenig ein Jude war wie die anderen Gouverneure, deren Porträts unter gewissenhaften Professor musterte. [23]

Nach derselben gründlichen Methode erklärt er den Schotten Law für des Judentums verdächtig, denn Law könne doch Levy heißen, und auf „manchen (!) Bildern“ sehe er jüdisch aus!

Bezeichnend für diese famose Methode ist auch folgendes, Sombart schreibt:

Um die Bedeutung der Juden als Finanzleute in Frankreich zu erweisen, genügt es, an die einflussreiche Stellung zu erinnern, die Samuel Bernard während der späteren Zeiten Ludwigs XIV. und während der Regierung Ludwigs XV. einnimmt. [24]

Also um die Bedeutung der Juden zu erweisen, „genügt es“ Sombart, an einen Juden zu erinnern. Das ist schon an sich komisch, wird es aber noch mehr, wenn auch dieser eine Jude kein Jude ist. Sombarts Kritiker im Archiv für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik, Julius Guttmann, schreibt darüber:

In einem so wichtigen Lande wie Frankreich bleiben die Juden auch weiter auf so lange hin als Finanzleute von sehr untergeordneter Bedeutung. Der einzige große, jüdische Geldmann, den Sombart bis ins achtzehnte Jahrhundert hinein entdeckt, ist Samuel Bernard. Dieser ist aber nach Ausweis seines schon vor längerer Zeit gefundenen Taufzeugnisses von Geburt an Christ, und für seine jüdische Abstammung spricht nichts, gegen sie die Tatsache, dass sein Vater und Großvater schon als Maler in Frankreich lebten. [25]

Ebenso viel Glück hat der für das „Blutsmäßige“ gleich scharfsichtige Houston Chamberlain, der von Marx und Engels erklärte, es seien zwei „hochbegabte Juden, welche manche der besten Ideen ihres Volkes aus Asien nach Europa herüberzupflanzen versuchten“. [26]

Die „wissenschaftliche“ Methode der Sombartschen und Chamberlainschen Judenforschung hat unser Schönlank schon vor zwei Jahrzehnten vorausgeahnt und verhöhnt in einem Feuilleton des Vorwärts, das an einem 1. April erschien und den „wissenschaftlichen“ Nachweis lieferte, Hammerstein, der bekannte Chefredakteur der Kreuzzeitung, sei jüdischer Abstammung und habe Chamer Stein geheißen. Und Chamer Laim – klingt das nicht auch jüdisch, Herr Chamberlain?

*

Anmerkungen

1. Zitiert bei Maurice Fishberg, Die Rassenmerkmale der Juden. Eine Einführung in ihre Anthropologie, Deutsch von L. Hepner, München: Verlag von Ernst Reinhardt, 1913, S. 9. [Maurice Fishberg, The Jews: A Study of Race and Environment. New York: Charles Scribner’s Sons, 1911. XIX, 578.]

2. Maurice Fishberg, Die Rassenmerkmale der Juden. Eine Einführung in ihre Anthropologie, Deutsch von L. Hepner, München: Verlag von Ernst Reinhardt, 1913, S. 52. [Maurice Fishberg, The Jews: A Study of Race and Environment. New York: Charles Scribner’s Sons, 1911. XIX, 578.]

3. Maurice Fishberg, Die Rassenmerkmale der Juden. Eine Einführung in ihre Anthropologie, Deutsch von L. Hepner, München: Verlag von Ernst Reinhardt, 1913, S. 54. [Maurice Fishberg, The Jews: A Study of Race and Environment. New York: Charles Scribner’s Sons, 1911. XIX, 578.]

4. Maurice Fishberg, Die Rassenmerkmale der Juden. Eine Einführung in ihre Anthropologie, Deutsch von L. Hepner, München: Verlag von Ernst Reinhardt, 1913, S. 20. [Maurice Fishberg, The Jews: A Study of Race and Environment. New York: Charles Scribner’s Sons, 1911. XIX, 578.]

5. Maurice Fishberg, Die Rassenmerkmale der Juden. Eine Einführung in ihre Anthropologie, Deutsch von L. Hepner, München: Verlag von Ernst Reinhardt, 1913, S. 22. [Maurice Fishberg, The Jews: A Study of Race and Environment. New York: Charles Scribner’s Sons, 1911. XIX, 578.]

6. Maurice Fishberg, Die Rassenmerkmale der Juden. Eine Einführung in ihre Anthropologie, Deutsch von L. Hepner, München: Verlag von Ernst Reinhardt, 1913, S. 28. [Maurice Fishberg, The Jews: A Study of Race and Environment. New York: Charles Scribner’s Sons, 1911. XIX, 578.]

7. Die Zahlen (der Schädelindex) bedeuten die Breite des Schädels, in Prozenten seiner Länge ausgedrückt. Beträgt zum Beispiel die Länge 200 Millimeter, die Breite 160, so macht der Schädelindex 80 aus, der Schädel ist mittelköpfig.

8. Maurice Fishberg, Die Rassenmerkmale der Juden. Eine Einführung in ihre Anthropologie, Deutsch von L. Hepner, München: Verlag von Ernst Reinhardt, 1913, S. 33. [Maurice Fishberg, The Jews: A Study of Race and Environment. New York: Charles Scribner’s Sons, 1911. XIX, 578.]

9. Maurice Fishberg, Die Rassenmerkmale der Juden. Eine Einführung in ihre Anthropologie, Deutsch von L. Hepner, München: Verlag von Ernst Reinhardt, 1913, S. 60. [Maurice Fishberg, The Jews: A Study of Race and Environment. New York: Charles Scribner’s Sons, 1911. XIX, 578.]

10. Felix Theilhaber, Das Sterile Berlin. Eine Volkswirtschaftliche Studie, Berlin: Eugen Marquardt, 1913.

11. Felix Theilhaber, Das Sterile Berlin. Eine Volkswirtschaftliche Studie, Berlin: Eugen Marquardt, 1913, S.6nbsp;106–107.

12. Maurice Fishberg, Die Rassenmerkmale der Juden. Eine Einführung in ihre Anthropologie, Deutsch von L. Hepner, München: Verlag von Ernst Reinhardt, 1913, S. 93 [Maurice Fishberg, The Jews: A Study of Race and Environment. New York: Charles Scribner’s Sons, 1911. XIX, 578.]

13. Maurice Fishberg, Die Rassenmerkmale der Juden. Eine Einführung in ihre Anthropologie, Deutsch von L. Hepner, München: Verlag von Ernst Reinhardt, 1913, S. 128. [Maurice Fishberg, The Jews: A Study of Race and Environment. New York: Charles Scribner’s Sons, 1911. XIX, 578.]

14. Zitiert bei Maurice Fishberg, Die Rassenmerkmale der Juden. Eine Einführung in ihre Anthropologie, Deutsch von L. Hepner, München: Verlag von Ernst Reinhardt, 1913, S. 77. [Maurice Fishberg, The Jews: A Study of Race and Environment. New York: Charles Scribner’s Sons, 1911. XIX, 578.]

15. Richard Wagner, Das Judenthum in der Musik, Leipzig: Verlagsbuchhandlung von J. J. Weber, 1869, S. 15–16.
https://de.wikisource.org/wiki/Das_Judenthum_in_der_Musik_(1869).

16. Vergleiche unter anderem Eduard Meyer, Geschichte des Altertums, 2. Auflage, Stuttgart: J.G. Cotta, 1907, I, 2, S. 347 ff.

17. Vergleiche das 1. Buch Mosis, 43, 32, wo es von Joseph und seinen Brüdern heißt: „Da trug man ihm besonders auf und ihnen und den Ägyptern, die mit ihm speisten. Die Ägypter dürfen nämlich nicht mit den Hebräern zusammen speisen, denn das gilt in Ägypten als eine Verunreinigung.”

18. Bernhard Stade, Geschichte des Volkes Israel, Berlin: G. Grote, 1887–88, I, S. 111.

19. Kautsky, Der rsprung des Christentums: Eine historische Untersuchung, Stuttgart: J.H.W. Dietz, 1908, S. 283.

20. Matthäus 23, 15. (“Woe to you, teachers of the law and Pharisees, you hypocrites! You travel over land and sea to make a single convert, and when you have succeeded, you make them twice as much a child of hell as you are.” Matthew 23:15.)

21. Werner Sombart, Die Zukunft der Juden, Leipzig: Duncker & Humblot, 1912, S. 50, 55.

22. Werner Sombart, Die Juden und das Wirtschaftsleben, Leipzig: Duncker & Humblot, 1911, S. 30–31.
https://archive.org/details/diejudenunddaswi00sombuoft.

23. Vergleiche Willem van Ravesteyn, Kapitalismus und Judentum, Die neue Zeit, 30. Jg., 2. Bd. (1912), H. 45, S. 708–716. (S. 714–15)
https://library.fes.de/cgi-bin/neuzeit.pl?id=07.08412&dok=1911-12b&f=191112b_0708&l=191112b_0716.

24. Werner Sombart, Die Juden und das Wirtschaftsleben, S. 56.

25. Julius Guttmann, Die Juden und das Wirtschaftsleben, Archiv für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik, 36. Band, 1913, S. 149–212. (S. 159)

26. Houston Chamberlain, Die Grundlagen des neunzehnten Jahrhunderts, München: F. Bruckmann A.-G., 1899, II, S. 835.<


Zuletzt aktualisiert am 5. November 2026