Karl Kautsky

Rasse und Judentum

11. Rassenreinheit und Rassenmischung

Wir können vom Zionismus nicht Abschied nehmen, ohne noch eines seiner Argumente zu erörtern, sein letztes, das uns zur Rassenfrage wieder zurückführt.

So sonderbar es klingen mag, aber es ist Tatsache, dass nicht wenige Juden der Befreiung des Judentums in Osteuropa mit Beklemmung entgegensehen.

Sie sagen sich, und mit Recht, dass dadurch der Prozess der Assimilierung der Juden von Westeuropa auch auf den Osten ausgedehnt wird. Hört dort die künstliche Abschließung der Juden, hört das Getto auf, dann wird ihre Assimilierung allenthalben unvermeidlich.

Nur in den Gebieten Osteuropas, in denen die Juden in Massen zusammenfiedelten und von der Umgebung künstlich abgeschlossen waren, erhielten sie noch ihre Eigenart. Werden die Juden in Osteuropa emanzipiert, dann versiegt das letzte Reservoir, das noch das Judentum in der ganzen Welt speiste und seiner Aufhebung durch die fortschreitende Assimilation entgegenwirkte. Dann hört binnen kurzem das Judentum als besondere Korporation auf, zu existieren.

Wohl wird das unter Umständen erreicht, die alle bedrückten Juden als Menschen hoch aus dem Sumpfe erheben, in dem sie jetzt ersticken. Aber wichtiger als der Aufstieg der jüdischen Menschen erscheint dem jüdischen Nationalismus die Konservierung des überkommenen Judentums.

Diejenigen Juden, die so denken, sind oft sonst sehr fortschrittlich gesinnt. Wie so oft in der heutigen Gesellschaft, wo es gilt, konservatives mit fortschrittlichem Denken zu vereinbaren, spielt auch hier die Rassentheorie den Nothelfer.

Man sagt, es sei dringend notwendig, Palästina zu einem Weltgetto zu machen, in dem eine große Masse Juden zusammengesperrt und von der Umwelt abgesondert wird, weil nur auf diesem Wege die jüdische Rasse vor Vermischung bewahrt und erhalten werden kann.

Die Juden bilden eben eine reine Rasse, und die reinen Rassen allein sind zu den höchsten Leistungen fähig. Die Rassenmischung verschlechtert die Menschheit und verringert ihre Kulturfähigkeit. Danach würde die Kulturfähigkeit der Menschheit mit wachsender Kultur abnehmen, denn diese ist gleichbedeutend mit Zunahme des internationalen Verkehrs und dadurch der Rassenmischungen.

Einer der hervorragendsten Verfechter des palästinensischen Weltgettos als Mittel zur Erhaltung der Rassenreinheit der Juden ist Zollschan. So scharf und treffend er selbst Chamberlain kritisiert, so nimmt er doch ohne Bedenken die haltloseste seiner Theorien auf, die, dass bei den reinen Rassen allein hohe menschliche Qualitäten zu finden seien.

Er sagt:

Das Buch Chamberlains Die Grundlagen des neunzehnten Jahrhunderts wurde mit einer Vehemenz bekämpft, wie nur wenig andere Werke, und zwar in der Mehrzahl der Fälle mit gutem Grunde. Der Angelpunkt, der Kern seines Systems aber, nämlich der Hinweis auf die veredelnden Wirkungen der Rassenreinheit und auf die verderbenden Wirkungen des Rassenchaas ist unzweifelhaft gut .... Nicht aus Rassentum zur Rassenlosigkeit, sagt Chamberlain richtig, ist der normale Entwicklungsgang, sondern aus der politisch unfassbaren Rassenlosigkeit zu immer schärferer Ausprägung der Rasse, deren Quintessenz das Genie, der Held ist ...

Chamberlain schreibt, er kümmere sich wenig um die anthropologischen Einteilungen. „Unter Rasse verstehe ich jene Steigerung bestimmter wesentlicher Charaktere und der allgemeinen Leistungsfähigkeit, jenes Hinausschrauben des ganzen Wesens, welches unter ganz bestimmten Bedingungen der Auswahl, der Vermischung, der Inzucht – aber nur unter diesen ganz bestimmten Bedingungen, dann aber ausnahmslos, das heißt also mit der Sicherheit eines Naturgesetzes erzielt wird ...“

Bei dem Bastard können sich die individuellen Fähigkeiten steigern, während die generellen, „instinktiven“ Fähigkeiten (Charaktere) schwinden; gerade die letzteren bilden das potentielle Moment, dem alles Große entstammt.

Bei Kreuzung zwischen Angehörigen weit entfernter Rassen geht in den Nachkommen, obwohl dieselben bezüglich der individuellen Anlagen oft gut ausgestattet sind, der konstitutionelle Typus verloren ...

Zweifellos ist die Kraft der Vererbung in den reinen Rassen um vieles bedeutender. Es ist gewiss, dass in den glücklich bastardierten Rassen die kinetische und in den reinen Inzuchtrassen die potentielle Kulturenergie stets vorherrschend wird, dass aber nur die letztere der Mutterboden ist, aus dem die ingeniöse Schöpferkraft wie künstlerisches und moralisches Genie emporwachsen.

In diesem Unterschied zwischen Inzucht- und Mischlingsvölkern erkennen wir den Wert der Rassenreinheit. [1]

Nur mit unverhohlenem Staunen können wir diese antisemitisch-zionistische Bastardierung der Chamberlainschen reinen Rassenkonfusion durch den sonst so klugen Zollschan aufnehmen. Die Rasse, die sich aus der Rassenlosigkeit immer schärfer ausprägt, deren Quintessenz das Genie, der Held ist, die nichts darstellt als ein Hinausschrauben des ganzen Wesens, in der die potentielle Kulturenergie stets vorherrschend wird – das ist in Wirklichkeit ein „Rassenchaos“, das sich auf nichts stützt als auf den energischen Gebrauch der Wörter „unzweifelhaft“, „zweifellos“, „gewiss“, die umso bestimmter vorgetragen werden, je mehr alle Bestimmtheit der Begriffe dabei verschwindet.

Das Lustigste dabei ist, dass Zollschan im Anfang seines Buches selbst das „Edelrassentum der modernen Germanen wie Gobineau, Richard Wagner und Chamberlain“ ablehnt [2], und zwar mit gutem Grund, denn:

Chamberlain stellte fest, dass die Juden der Kreuzung dreier, einander ganz heterogener Rassen ihre Entstehung verdanken: der Semiten, der Hethiter, der Amoriter ... Die Kreuzung zwischen Semiten, Hethitern und Amoritern bezeichnet Chamberlain geradezu als „Blutschande“ und sieht in den Schicksalen und in der geistigen Unfruchtbarkeit der durch diese Kreuzung entstandenen jüdischen Nation ein Verhängnis, das mit naturnotwendiger Sicherheit eintreten musste und dem die Rasse auch nie mehr werde entrinnen können. [3]

Und dieser gleiche Chamberlain wird zur ehernen Basis für den Rassentheoretiker des Zionismus!

Das erscheint absurd und ist doch sehr einfach: Man braucht bloß nachzuweisen, dass die Juden eine große geistige Leistungsfähigkeit, viel Genie aufweisen, wie sie nach Chamberlain nur die reine Rasse entwickelt. Dann folgt daraus von selbst, dass sie eine reine Rasse sind, und es wäre eine Sünde gegen den heiligen Geist der Geschichte, wollte man ihre Reinheit durch Vermischung mit anderen Rassen beflecken, sie bastardieren! Also hinein in das zionistische Weltgetto mit den Juden!

Leider genügt dieser subtile Gedankengang nicht, die Tatsache zu widerlegen, dass die Juden ein Mischvolk sind, allerdings nicht sie allein, sie sind es wie jedes andere Kulturvolk auch. Wenn nur „reine Rassen“ der Mutterboden sind, auf dem die „ingeniöse Schöpferkraft und künstlerisches und moralisches Genie emporwachsen“, wenn bei bastardierten Völkern derartiges nicht zu finden ist, dann müssen wir jetzt nahe an den Affenmenschen zurückgehen, um die letzten Reste dieser „generellen“ Fähigkeiten zu finden. Bei den Kulturvölkern müssen sie längst ausgestorben sein, denn deren „Bastardierung“ steht einmal „zweifellos“ fest.

Es ist allerdings eine weltverbreitete Anschauung, dass „Mischlingsrassen meist nur die Fehler und Laster ihrer Erzeuger, nicht aber deren gute Seiten ausbilden“, und Zollschan gibt ohne weiteres diese Anschauung als „heute feststehend“ an (S. 264). Aber sie ist in Wirklichkeit ebenso wenig feststehend als die anderen „zweifellosen“ Wahrheiten, auf die sich Zollschan hier beruft.

Wir haben gesehen, dass der Begriff der „reinen“ Rasse der Welt der Haustiere entnommen ist. Er wird gegenstandslos für die Varietäten, die geographischen Rassen der wilden Tiere und auch für die Rassen der Menschen, soweit sie geographischer Natur. Die ganze Wissenschaft unserer Rassentheoretiker und der „geschärfte Blick unserer Zeit für das Blutsmäßige“ beruht jedoch darauf, dass die verschiedenen Rassenbegriffe immer durcheinandergeworfen werden. Es ist das Verdienst Chamberlains, uns diesen Unsinn besonders klar vor Augen zu führen. Immer wieder setzt er die Erfahrungen der Geschichte den Erfahrungen der künstlichen Züchtung gleich:

Was jedes Rennpferd, jeder rein gezüchtete Zuchstierer, jedes Koschinchinahuhn uns lehrt, das lehrt uns die Geschichte unseres eigenen Geschlechts mit beredter Zunge! [4]

Dafür sei das hellenische Volk ein Beispiel.

Früher schon bemerkt er, dass vielleicht über keine „Frage selbst bei hochgebildeten, ja gelehrten Männern eine so mitternächtige Unwissenheit herrscht wie über das Wesen und die Bedeutung des Begriffs ‚Rasse‘“. [5] Er wendet sich dann gegen Virchow, der Rechtsgleichheit für die verschiedenen Rassen forderte und an Stelle des Kultus der Rasse den Kultus der Persönlichkeit setzen wollte.

Als ob die gesamte Geschichte nicht da wäre, um uns zu zeigen, wie Persönlichkeit und Rasse auf das engste zusammenhängen, wie die Art der Persönlichkeit durch die Art ihrer Rasse bestimmt wird und die Macht der Persönlichkeit an gewisse Bedingungen ihres Blutes geknüpft ist! Und als ob die wissenschaftliche Tier- und Pflanzenzüchtung uns nicht ein ungeheuer reiches und zuverlässiges Material böte, an dem wir sowohl die Bedingungen wie auch die Bedeutung von „Rasse“ kennenlernen. Entstehen die sogenannten (und mit Recht so genannten) „edlen“ Tierrassen, die Jugpferde vom Limousin, die amerikanischen Traber, die irischen Renner, die absolut zuverlässigen Jagdhunde durch Zufall und Promiskuität (unterschiedslose Vermischung)? Entstehen sie, indem man den Tieren Rechtsgleichheit gewährt, ihnen dasselbe Futter vormischt und über sie die nämliche Rute schwingt? Nein, sie entstehen durch geschlechtliche (sic!) Zuchtwahl und durch strenge Reinhaltung der Rasse. ... Andauernde Promiskuität unter zwei hervorragenden Tierrassen führt ausnahmslos zur Vernichtung der hervorragenden Merkmale von beiden! Warum sollte die Menschheit eine Ausnahme bilden? [6]

Diese Frage kann bloß Leute in Verlegenheit bringen, deren „mitternächtige Unwissenheit“ so groß ist, dass sie zwischen Haustierrassen und anderen Rassen nicht zu unterscheiden wissen und glauben, die Gesetze des Zuchstalles seien die allgemeinen Gesetze der Natur und der menschlichen Geschichte; Leute, die da vermeinen, die „Rasse“ der Hellenen und die der Koschinchinahühner seien auf gleiche Weise entstanden.

Von den letzteren ist es unzweifelhaft richtig, dass „andauernde Promiskuität“ mit einer anderen Rasse beide Rassen „verschlechtert“. Der Organismus des Haustiers ist nicht bisher Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck. Seine Leistungsfähigkeit und Güte werden nicht danach bemessen, was der Organismus zu seiner eigenen Erhaltung und Fortpflanzung, sondern was er für jenen besonderen Zweck der Menschen zu leisten vermag, für den er gezüchtet worden. Seine Leistungsfähigkeit in dieser Beziehung steigt mit seiner Spezialisierung, mit der wachsenden Einseitigkeit bestimmter Organe. Die Einseitigkeit wird vermindert, wenn die hochgezüchtete Rasse mit einer anderen gekreuzt wird, die Einseitigkeiten ganz anderer Art aufweist. Damit wird der besondere Wert, den jede der beiden Rassen für den Menschen hat, leicht verringert, die reine Rasse wird insofern verschlechtert.

Bei den Tieren, die nicht Haustiere sind, wird aber die Leistungsfähigkeit ganz anders bemessen als bei diesen. Nicht die Leistungsfähigkeit für fremde Zwecke, sondern die für die Zwecke der Erhaltung des eigenen Organismus und seiner Nachkommenschaft kommt hier in Betracht. Bei reinen Rassen, das heißt solchen Rassen, deren Leistungsfähigkeit für einen bestimmten Zweck der Menschen durch Einseitigkeit gesteigert ist, wird die Leistungsfähigkeit für die Zwecke des eigenen Organismus leicht wachsen, wenn die Rasse mit einer anderen gekreuzt und ihre Einseitigkeit dadurch gemindert wird.

In der Tat schreiten nicht selten Züchter sogar zur Kreuzung „reiner“ Rassen, entweder, um neue Rassencharaktere zu erzielen, oder um eine überverfeinerte, kraftlose Rasse durch die Kreuzung vermehrte Kraft und Widerstandsfähigkeit einzuflößen.

Die Möglichkeit einer derartigen Verbesserung der Rasse durch Kreuzung erkennt auch Chamberlain an.

Aber „nur ganz bestimmte, beschränkte Blutmischungen sind für die Veredelung einer Rasse respektive für die Entstehung einer neuen förderlich. Auch hier wieder liefert uns die Tierzüchtung die klarsten, unzweideutigsten Beweise. Die Blutmischung muss zeitlich beschränkt, außerdem muss sie eine zweckmäßige sein; nicht alle beliebigen Vermischungen, sondern nur bestimmte können die Grundlagen zur Veredelung abgeben. Mit zeitlicher Beschränkung will ich sagen, dass die Zufuhr neuen Blutes mächtig schnell vor sich gehen und dann aufhören muss.“ [7]

Andauernde Blutmischung bedeutet einen „unheilvollen, verderbnisbringenden Zustand, eine Versündigung gegen die Natur“, die für Chamberlain durch Fuchsterriers und Kotschinchinahühner repräsentiert wird. In der Natur gibt es jedoch keinen Züchter, der die Zuchtpaare zweckmäßig auswählt und die Zufuhr neuen Blutes so leitet, dass sie möglichst schnell vor sich geht und dann aufhört. Und auch der Mensch wird heute noch nicht künstlich gezüchtet. Unter den Chamberlainschen Bedingungen haben sich noch nie Menschen gepaart.

Freilich, wie die Haustiere neigt auch der Mensch dazu, durch Arbeitsteilung und Spezialisierung sich einseitig zu entwickeln. Diese Einseitigkeit wird leicht dort überwunden, wo in den Generationen die Berufe wechseln. Sie kann einen hohen Grad erreichen, wenn der Beruf erblich ist. Das wird am ehesten dann der Fall sein, wenn die Einseitigkeit des Berufs nicht sozialen, sondern natürlichen Eigentümlichkeiten entspringt, einem besonderen natürlichen Milieu, dem die Produktionsweise angepasst ist. Namentlich die geistigen Charaktere (das heißt das Nervensystem), die ja viel variabler und anpassungsfähiger sind als die körperlichen (Skelett und Muskeln usw.), können da die extremsten Formen erreichen, bei einem Reitervolk zu blutdürstiger Wildheit, bei einem Volke von Ackerbauern zu feigster Weichlichkeit; in der Vereinsamung nebliger Gebirgswelt zu düsterem, grübelndem Mystizismus, in reger Geselligkeit unter einem ewig blauen Himmel zu übermütigstem, leichtsinnigstem Frohsinn werden. Die Mischung solcher Elemente kann da sehr glückliche Ergebnisse liefern.

Sie muss aber namentlich dort von größtem Vorteil sein, wo fortgesetzte Inzucht manchen Einseitigkeiten einen krankhaften Charakter verliehen hat. Gewiss muss Inzucht nicht unter allen Umständen schädlich wirken. Sie führt aber anerkanntermaßen zu rascher Degeneration dort, wo krankhafte Veranlagungen auftreten. Das gibt auch Zollschan zu, obgleich er sich sehr für die Inzucht erwärmt:

Die Inzucht ist, wenn nicht gewisse Roger, wie Tuberkulose, Lues, Alkoholismus, Psychosen sich in einer Familie eingenistet haben, auch bei sehr engen Verbindungen innerhalb der gleichen Familie nicht so schädlich, als man gewöhnlich glaubt. Wenn konstitutionelle pathogene Keime da sind, so wachsen diese allerdings dadurch ins Ungemessene; gesunde Grundlagen aber werden dadurch nicht ruiniert. [8]

Je mehr sich die Zivilisation entwickelt, desto künstlicher, unnatürlicher das Milieu, in dem die Mehrheit lebt. Immer mehr Menschen müssen in der Stadt, in geschlossenen Räumen arbeiten, immer einseitiger wird das Nervensystem angestrengt. Alles das macht den Organismus immer empfänglicher für Krankheitskeime. Und gleichzeitig wirkt die Ausdehnung des künstlichen Milieus dahin, die Wirkungen des Kampfes ums Dasein mit der umgebenden Natur immer mehr einzuschränken, kranken Organismen das Leben zu verlängern, die Fortpflanzung zu ermöglichen. Unter diesen Umständen muss Inzucht besonders verderblich wirken, ist die Mischung verschiedenartiger Elemente von besonderem Vorteil. Die wachsende Mischung der Rassen infolge des wachsenden Verkehrs dürfen wir wohl als eine der stärksten Gegenwirkungen gegen die Tendenz zur Verschlechterung der „Rasse“ durch die Zivilisation betrachten. Je mehr die Abkehr von der Natur fortschreitet, desto notwendiger die Mischung der Rassen.

Unsere Anthropologen sind denn auch weit entfernt davon, in der Rassenmischung ein Unglück zu sehen – wenigstens jene nicht, die die Frage der menschlichen Rassen am Menschen und nicht im Hühnerstall oder beim Kunstgärtner studieren.

In dem schon mehrfach zitierten Vortrag vor dem Rassenkongress äußerte sich Luschan auch über die Frage der Rassenmischung:

Wir alle wissen, dass eine gewisse Blutmischung stets von größtem Vorteil für eine Nation war. England, Frankreich, Deutschland zeichnen sich in gleicher Weise durch die große Mannigfaltigkeit ihrer Rassenelemente aus. In Bezug auf Italien wissen wir, dass im Altertum und zur Zeit der Renaissance „Barbaren“ des Nordens den Sauerteig des großen Fortschritts von Kunst und Zivilisation bildeten; und selbst die flamische Einwirkung war auf diese Bewegung nicht ohne Einfluß. Die glänzende alte Zivilisation Kretas stammte, wie es scheint, auch nicht ausschließlich von Eingeborenen ab. Ebenso wissen wir, dass die alte Zivilisation Babyloniens einer Mischung zweier verschiedener Rassenelemente entsprang. Dagegen finden wir eine fast ungemischte Bevölkerung in den meisten Teilen Russlands und im Innern Chinas, und dabei eine Rückständigkeit in der Entwicklung. (...)

We all know that a certain admixture of blood has always been of great advantage to a nation. England, France, and Germany are equally distinguished for the great variety of their racial elements. In the case of Italy we know that in ancient times and at the Renaissance Northern “Barbarians” were the leaven in the great advance of art and civilisation; and even Slavonic immigration has certainly not been without effect on this movement. The marvellous ancient civilisation of Crete, again, seems to have been not quite autochthonous. We know also that the ancient Babylonian civilisation sprang from a mixture of two quite different national and racial elements, and we find a nearly homogeneous population in most parts of Russia, and in the interior of China associated with a somewhat low stage of evolution. [9]

Abgeneigt zeigt sich wohl Luschan einer Mischung zwischen Weißen und Farbigen. Doch drückt er sich da sehr vorsichtig aus:

Wir sind alle mehr oder weniger geneigt, eine Mischung von Europäern mit dem größeren Teil der fremden Rassen abzulehnen oder zu verurteilen. „Gott schuf den weißen Mann, und Gott schuf den schwarzen Mann, aber der Teufel schuf den Mulatten,“ sagt ein bekanntes Sprichwort. In Wirklichkeit befinden wir uns in vollständiger Unwissenheit über die moralischen und intellektuellen Fähigkeiten der Mischlinge. Es wäre absurd, von der Vereinigung eines nichtsnutzigen Europäers mit einem ebenso nichtsnutzigen schwarzen Weibe Kinder zu erwarten, die auf der Höhe der Zivilisation marschieren, und wir kennen viele Mischlinge, die völlig tadellos sind, aber wir besitzen keine gute Statistik über die Eigenschaften von Mischlingen im Vergleich zu jenen der Eltern. (...)

On the other hand, we are all more or less disposed to dislike and despise a mixture of Europeans with the greater part of foreign, races. “God created the white man and God created the black man, but the Devil created the mulatto,” is a very well-known proverb. As a matter of fact, we are absolutely ignorant as to the moral and intellectual qualities of half-castes. It would be absurd to expect from the union of a good-for-nothing European with an equally good-for-nothing black woman, children that march on the heights of humanity, and, we know of many half-castes that are absolutely sans reproche; but we have no good statistics of the qualities of half-castes in comparison with those of their parents. [10]

Man sieht, Luschan ist weit entfernt davon, die populäre Auffassung zu akzeptieren, die Zollschan so leichthin als feststehende Wahrheit proklamiert, dass Mischlinge nur die Fehler und Laster ihrer Erzeuger produzieren und nicht auch ihre Tugenden.

Für Mischlinge weißer Rassen behauptet er das gerade Gegenteil. Für die von Weißen und Farbigen erscheint ihm die Sache noch nicht ausreichend bewiesen.

Irgendein Grund für die Verschlechterung des Charakters durch die Rassenmischung wird nirgends angegeben. Zollschan wie Chamberlain selbst geben zu, dass Mischlinge oft den Eltern an körperlicher Kraft, an Schönheit, auch an Begabung überlegen seien. Aber der Charakter, der leide. Warum die Verschlechterung der Rasse gerade im Charakter zutage treten soll und in keinem anderen Merkmal, das ist einmal ein Faktum, dass keiner Erklärung bedarf.

Merkwürdig, dass die Schäden der Rassenmischung sich ausschließlich auf dem Gebiet zeigen sollen, auf dem sie sich am wenigsten kontrollieren lassen. Nichts ist subjektiver als die Beurteilung des Charakters eines anderen. Sein Äußeres, seine Kraft, seine Begabung sind objektiver Messung fähig. Der Eindruck seines Charakters auf mich hängt zum großen Teil davon ab, ob ich in freundschaftlichen oder feindseligen Verkehr mit ihm trete. Wer der Parteien Hass und Gunst erfahren, dessen Charakterbild schwankt bekanntlich in der Geschichte. Derselbe Mensch äußert ganz andere Züge gegenüber seinen Freunden als seinen Gegnern. Er kann der zärtlichste, weichste Familienvater sein und der hartherzigste Wucherer oder Sklaventreiber. Andererseits wird auf einen Menschen dieselbe Äußerung eines anderen ganz verschiedenen Eindrucks machen, je nachdem dieser anderen Schulter an Schulter mit ihm kämpft oder sein Leben bedroht. Der Charakter äußert sich nur im Verhalten zu anderen Menschen, seine Äußerungen hängen ganz ab von der Art seiner Beziehungen zu ihnen, und ebenso hängt davon die Auffassung dieser Äußerungen durch Dritte ab. Mit einem Wort, weit mehr als in der Körpergestalt, in der Kraft, der Fähigkeit des einzelnen tritt in seinem Charakterbild das soziale Moment, die Wirkung des Milieus in den Vordergrund. Das Moment der Vererbung erscheint hier am variabelsten und am schwersten für sich allein zu erkennen.

Suchen wir aber nach den sozialen Momenten, die bewirken, dass Mischlinge zwischen Weißen und Farbigen meist als schlechte Charaktere erscheinen, dann brauchen wir nicht weit zu suchen. Wir brauchen bloß auf die „Bastarde“ zurückzugreifen, die in Europa von Eltern gleicher Rasse gezeugt werden und die sich von anderen Kindern im Lande nur dadurch unterscheiden, dass sie so unglücklich sind, jener ökonomischen und gesellschaftlichen Unterstützung zu ermangeln, die die Gesellschaft und das Gesetz den ehelichen Kindern angedeihen lassen.

Schlimmeres wird auch von den Mischlingen in den Kolonien nicht gesagt als das, was von den unehelichen Kindern europäischer Eltern „reiner Rasse“ festgestellt wird:

In jeder Beziehung, nach Körper, Geist und Sitte bilden sie im Ganzen ein schwächliches, mehr oder weniger verkommenes Geschlecht. Die einfache Tatsache, dass sie aus unehelichen, illegitimen Geburten hervorgingen, wird für sie eine mächtige Ursache von Krankheit und Tod, schon vor wie nach der Geburt und durchs ganze Leben. Für die ganze Erkrankungssumme wie für die Todesfälle jedes Landes liefern sie jahraus jahrein ein sehr bedeutendes und dazu ständig im Steigen begriffenes Kontingent für gewöhnliche Erkrankungen wie für Geisteskrankheiten, Blödsinn, für Selbstmord wie für Verbrechen aller Art. Im Verhältnis zu ihrer Zahl ungleich häufiger denn andere füllen sie unsere öffentlichen Anstalten, vom Gebär- und Waisenhaus bis zum Spital und Kerker. [11]

Warum sollte das, was von diesen unglücklichen Parias unserer Gesellschaft gilt, nicht auch auf die Mischlinge in den Kolonien zutreffen, die doch fast alle unehelichen Kinder sind – vielfach von Gesetzes wegen, denn christliche Regierungen, denen nichts mehr am Herzen liegt als der Schutz der Ehe und Familie, gestatten weißen Männern wohl, farbige Weiber als Konkubinen zu gebrauchen, nicht aber sie zu ehelichen und ihren Kindern den Schutz eines Vaters angedeihen zu lassen.

Es wäre kein Wunder, wenn die farbigen Bastarde ein ebenso klägliches Bild böten wie die weißen, und es würde nicht im geringsten beweisen, dass ihre Minderwertigkeit Folge ihrer Mischung und nicht ihrer sozialen Lage sei. Wir finden aber in der Regel, dass die Bastarde der Barbaren weit besser gedeihen als die unehelichen Kinder der Zivilisation, was natürlich auch wieder nicht beweist, dass Mischlinge zwischen Europäern und Farbigen höher stehen als Kinder, deren beide Eltern Europäer sind. Ihre Minderwertigkeit ist auf keinen Fall erwiesen. Unter günstigen Umständen können solche Mischlinge sogar eine hohe Leistungsfähigkeit an den Tag legen.

So spricht zum Beispiel Ratzel in seiner Völkerkunde mit großer Achtung von den „Bastards“, Sprösslingen aus weißem und hottentottischem Blut, die die Hottentotten auf eine höhere Stufe gehoben hätten. Daran knüpft er folgende Bemerkung:

„Von den Europäermischlingen wird auch in Südafrika, ganz wie in Indien und in Südamerika, kurzweg behauptet, dass sie die Fehler ihrer beiderseitigen Eltern, aber nichts von den Tugenden derselben besäßen. Und dort wie hier ist daran so viel mehr, dass allerdings die Mischlinge selten alle Vorzüge des europäischen Vaters und alle Tugenden der farbigen Mutter miteinander vereinigen. Hieran trägt aber die Mischung des Blutes weniger Schuld als die eigentümliche, wenig günstige Erziehung, welche diesen Leuten nach der Natur ihrer Stellung zwischen zwei weit voneinander gesonderten Rassen zuteilwird und zuteilwerden muss. Es ist selbstverständlich, dass die Sorge für ihre Erziehung der Mutter anheimfällt, und dass also die ersten Eindrücke des jungen Mischlings inmitten der niedrigeren Rasse gewonnen werden. Heranwachsend mag er die Überlegenheit fühlen, die ihm in der Regel in geistiger Beziehung und oft auch in körperlicher sein Anteil helleren Blutes verleiht; aber von der Rasse, der sein Vater angehört, wird er nicht aufgenommen, ihr gilt er als Farbiger bei allen besseren Eigenschaften, die er als Mischling ererbt haben mag. Er wächst also in der Regel mit weniger Erziehung und Bildung auf, als er bei seinen Fähigkeiten nötig hätte, und dass er unter diesen Umständen nicht immer den besten Gebrauch von seinen Gaben macht, ist selbstverständlich. An geistiger Begabung, Energie und oft selbst an Körperkraft oder wenigstens an Lust und Trieb zur Verwendung derselben den Farbigen überlegen, entbehrt er der Gabe der Zufriedenheit mit der niedrigsten, gedrücktesten Lage und der phlegmatischen Unempfindlichkeit gegen Entbehrungen jeder Art, welche jene auszeichnet.“ [12]

Mit anderen Worten, die „Verschlechterung“ des Charakters der Mischlinge besteht darin, dass sie weniger bequeme Ausbeutungsobjekte, dass sie geneigter zur Empörung gegen ihre Knechtung find als die „reine“ farbige Rasse!

Bemerkenswert ist das Urteil, zu dem Sidney Olivier gelangte, der eine Reihe von Jahren hindurch Gouverneur von Jamaika war, wo eine starke Mischlingsbevölkerung besteht. 1891 zählte man dort nur 15.000 Weiße, 122.000 Mischlinge und etwa eine halbe Million Neger. Er schätzt die letzteren sehr hoch ein, erwartet noch Bedeutendes von ihrer Entwicklung, über zurzeit festlich find die Weißen ihnen weit überlegen. Da sind die Mischlinge gesellschaftlich von großem Vorteil:

Das Ergebnis der Rassenmischung, ob legitim oder illegitim, bedeutet einen Kraftzuwachs für das Gemeinwesen und unter günstigen Bedingungen einen Fortschritt über den reinen Afrikaner hinaus. Trotz alles dessen, was man zur Begründung des Vorurteils gegen die Rassenmischung vorbringen mag – eines Vorurteils, das ich einmal uneingeschränkt teilte –, bin ich überzeugt, dass jene Klasse, so wie sie besteht, einen wertvollen und unentbehrlichen Bestandteil jedes westindischen Gemeinwesens bildet und dass eine Kolonie von Schwarzen, Mischlingen und Weißen weitaus größere organische Kraft und bessere Aussichten besitzt als eine Kolonie, in der es bloß Weiße und Schwarze gibt. Einem Gemeinwesen, das bloß aus Weißen und Schwarzen besteht, droht in viel höherem Maße die Gefahr, dass es ein Gemeinwesen von Unternehmern und Sklaven bleibt .... Ein bezeichnendes Licht auf das Vorurteil gegen die Farbigen in gemischten Gemeinwesen wird durch die Tatsache geworfen, dass jenes Vorurteil sich mehr gegen die Mischlinge wendet als gegen die Schwarzen. Ich glaube, dies rührt hauptsächlich daher, weil die Mischlinge als Zwischenform eine Brücke zum Aufstieg darstellen und dadurch das ökonomische und soziale Übergewicht der Weißen bedrohen oder zu bedrohen scheinen, die bisher die herrschende Aristokratie solcher Gemeinwesen bilden. Diese Eifersucht oder Entrüstung ist schärfer ausgesprochen als der angebliche natürliche Instinkt des Rassenhasses. [13]

Trotz der günstigen Resultate so mancher Mischung zwischen Negern und Weißen ist es dennoch begreiflich, wenn selbst Forscher, die den Farbigen mit Sympathie gegenüberstehen, eine Vermischung zwischen Weißen und Farbigen verurteilen. Das hat jedoch kaum etwas mit den Gesetzen der Vererbung zu tun, sondern eher mit Ethik und Ästhetik.

Diese Abneigung bezieht sich auf geschlechtliche Verbindungen, die dort entstehen, wo eine weiße unbeweibte Herrenklasse in den Kolonien unbeschränkt über rechtlose Eingeborene herrscht. Ihre Vereinigung wird da nicht den Charakter freier Liebeswahl, sondern den der Prostituierung oder vielmehr Nötigung der Frauen tragen. Diese gewalttätige Form der „Rassenmischung“ ist sicher abzulehnen, aber mit der Frage der Vererbung hat das nichts zu tun.

Am allerwenigsten aber mit der Frage, ob das Judentum als reine Rasse durch künstliche Absonderung und Ausschließung jeder Mischehe aufrechtzuerhalten ist.

Wir haben gesehen, dass das Judentum in keinem Sinne eine reine Rasse ist; wir haben ferner gesehen, dass selbst Mischungen entfernter Rassen vorteilhaft sein können, und endlich, dass Mischungen verwandter Rassen in der Regel von höchstem Vorteil sind. Warum sollten gerade jüdische Mischehen so verderblich wirken? Im Gegenteil, man könnte sagen, keine Mischung der europäischen Bevölkerung verspricht bessere Resultate als die von Juden und Nichtjuden. Keine Schicht ist mehr einseitig städtisch entwickelt, in keiner hat Inzucht bei ungünstigen hygienischen Bedingungen schlimmer gewirkt als bei den ersteren.

Zollschan meint, die „Inzucht innerhalb eines Menschenkreises von zehn bis elf Millionen“ habe mit der „Inzucht im engen Verwandtenkreis nicht mehr die leiseste Ähnlichkeit“. Aber die Sache liegt doch nicht so, dass die gesamte Judenschaft auf einem Gebiet beisammen wohnt und untereinander heiratet. Für die Juden in Wilna kommen die Jüdinnen in Marokko und Jemen als Ehegespanne nicht in Betracht. Das gäbe ja vielleicht eine gute Mischung. Aber die Juden bilden in vielen Gegenden nur einen sehr engen Kreis, und da kommt es leicht zu Verwandtenehen, wenn dieser Kreis nicht überschritten werden soll oder kann.

Man könnte jedoch vielleicht noch von einer anderen Inzucht reden als der familialen. Die Blutsverwandtschaft allein scheint bei Ehen kein schädliches Moment zu sein. Sie wird es nur durch die Wahrscheinlichkeit, dass die gleichen krankhaften Anlagen von beiden Ehegatten ererbt sind und dadurch in verstärktem Maße auf ihre Kinder übertragen werden. In gleichem Maße wie vererbte können aber auch erworbene Schädigungen auf die Nachkommenschaft wirken, wenn sie sich bei beiden Eltern finden. Diese Gemeinsamkeit erworbener Schädigungen wird am leichtesten dort eintreffen, wo beide Ehegatten wie eine Reihe ihrer Vorfahren unter den gleichen Bedingungen lebten und arbeiteten. Man könnte in dieser Beziehung neben der familialen Inzucht auch von einer beruflichen oder sozialen Inzucht reden. Je schädlicher und einseitiger die gemeinsamen Arbeits- und Lebensbedingungen der beiderseitigen Vorfahren waren, desto gefährlicher muss die Inzucht innerhalb des Berufs für die Nachkommenschaft werden, desto notwendiger die Mischung mit Angehörigen anderer Berufe oder Klassen, umso notwendiger freilich auch technische und soziale Reformen zur Abstellung der Schädlichkeiten und Einseitigkeiten.

Darwin meint auch, Veränderungen der Lebensbedingungen sowie die Kreuzung von Individuen, die verschiedenen Lebensbedingungen ausgesetzt waren, sei vorteilhaft, wenn die Veränderung, der man sie aussetzte, nicht zu groß sei.

Es scheint mir, dass einerseits geringe Veränderungen in den Lebensbedingungen aller organischen Wesen vorteilhaft sind, und dass andererseits schwache Kreuzungen, nämlich zwischen Männchen und Weibchen derselben Art, welche unbedeutend verschiedenen Bedingungen ausgesetzt waren oder unbedeutend variiert haben, der Nachkommenschaft Lebenskraft und Stärke verleihen. [14]

Unter der Einförmigkeit der Lebensbedingungen haben am meisten die Juden zu leiden, da sie über die geringste Mannigfaltigkeit von Berufen in ihren Reihen verfügen und ihnen vor allem die stete Auffrischung durch bäuerliches Blut fehlt. Und gerade dort, wo sie in größeren Massen zusammenwohnen, wo also die Gefahr von Inzucht der Blutsverwandtschaft geringer ist, find ihre Lebensbedingungen die einförmigsten und ungünstigsten, ist die Gefahr beruflicher und sozialer Inzucht für sie am größten.

Keine Volksschicht hat mehr zu gewinnen durch Beimischung nichtjüdischen, mehr oder weniger bäuerlichen Blutes als die Judenschaft.

Die Juden haben daher nicht den geringsten Grund, aus Furcht vor ihrer Assimilierung den einzigen Rettungsweg zu verschmähen, der ihnen offensteht: die energische Anteilnahme am Klassenkampf des Proletariats.

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Anmerkungen

1. Ignaz Zollschan, Das Rassenproblem unter besonderer Berücksichtigung der theoretischen Grundlagen der jüdischen Rassenfrage, Wien: W. Braumüller, 1912, S. 264–270.

2. Ignaz Zollschan, Das Rassenproblem unter besonderer Berücksichtigung der theoretischen Grundlagen der jüdischen Rassenfrage, Wien: W. Braumüller, 1912, S. 32.

3. Ignaz Zollschan, Das Rassenproblem unter besonderer Berücksichtigung der theoretischen Grundlagen der jüdischen Rassenfrage, Wien: W. Braumüller, 1912, S. 152–153.

4. Houston Chamberlain, Die Grundlagen des neunzehnten Jahrhunderts, 1899, I, S. 272.

5. Houston Chamberlain, Die Grundlagen des neunzehnten Jahrhunderts, 1899, I, S. 264 ff.

6. Houston Chamberlain, Die Grundlagen des neunzehnten Jahrhunderts, 1899, I, S. 265.

7. Houston Chamberlain, Die Grundlagen des neunzehnten Jahrhunderts, 1899, I, S. 284.

8. Ignaz Zollschan, Das Rassenproblem unter besonderer Berücksichtigung der theoretischen Grundlagen der jüdischen Rassenfrage, S. 266.

9. Felix von Luschan, Anthropological View of Race, Papers on inter-racial problems, communicated to the first Universal Races Congress held at the University of London, July 26–29, 1911. London: P.S. King and son Publisher, 1911, pp. 22–23.
https://archive.org/details/in.ernet.dli.2015.237455/page/n71/mode/2up.

10. Felix von Luschan, Anthropological View of Race, Papers on inter-racial problems, communicated to the first Universal Races Congress held at the University of London, July 26–29, 1911. London: P.S. King and son Publisher, 1911, pp. 13–24.
https://archive.org/details/in.ernet.dli.2015.237455/page/n61/mode/2up.

11. Friedrich Oesterlen, Handbuch der medizinischen Statistik, Tübingen: Laupp, 1874, S. 200.

12. Friedrich Ratzel, Völkerkunde, Leipzig: Verlag des Bibliographischen Institut, 1887. Erster Band. Die Naturvölker Afrikas, S. 115–116.

13. Sidney Olivier, White Capital and coloured Labour, London: Independent Labour Party, 23 Bride Lane, 1906, S. 37 bis 39. Das Büchlein enthält eine Reihe von Aufschlüssen, die von größter Wichtigkeit für jeden sind, der sich mit praktischer Kolonialpolitik beschäftigt.

14. Darwin, Entstehung der Arten, S. 348.


Zuletzt aktualisiert am 5. November 2026