Eduard Bernstein

Das Schlagwort und der Antisemitismus

(17. Mai 1893)


Eduard Bernstein, Das Schlagwort und der Antisemitismus, Die neue Zeit, 11. Jg., 2. Bd. (17. Mai 1893), H. 35, S. 228–237.
https://library.fes.de/cgi-bin/neuzeit.pl?id=07.01413&dok=1892-93b&f=189293b_0228&l=189293b_0237.
Transkription: Daniel Gaido.
HTML-Markierung: Einde O’Callaghan für das Marxists’ Internet Archive.


Drei Schriften, die sich mit der Judenfrage oder, wenn man will, der sogenannten Judenfrage beschäftigen, liegen mir zur Besprechung vor. Nach der auch in der sozialistischen Presse stark eingebürgerten Terminologie wären sie kurzer Hand dahin zu charakterisieren, dass zwei von ihnen antisemitisch sind, die dritte dagegen entschieden philosemitisch. Mir will aber diese Gegenüberstellung nicht recht in den Kopf, und teils um die Gründe meiner abweichenden Ansicht zu entwickeln, teils weil es mir auch sonst zeitgemäß erscheint, habe ich mich entschlossen, mit der Besprechung der drei Schriften die Darlegung einiger Gesichtspunkte zu verbinden, die meiner Ansicht nach bei der Beurteilung des Antisemitismus und im Kampf mit demselben nicht immer genügend berücksichtigt werden.

Zwei der Schriften, sagte ich oben, seien als antisemitisch zu charakterisieren. Aber sie selbst unterscheiden sich bereits wesentlich von einander. Die eine, Die Juden und die deutsche Kriminalstatistik [1] betitelt, ist eine Materialiensammlung für das Arsenal des Antisemitismus, ohne dass der Verfasser – Wilhelm Giese – positive Vorschläge entwickelte; die zweite ist eine Wiedergabe aller möglichen, den Juden von den Antisemiten nachgesagten Schlechtigkeiten zur größeren Ehre des (katholisch) christlichen Staates. Die Schrift „Jüdisches Erwerbsleben, Skizzen aus dem sozialen Leben der Gegenwart. Von Dr. Robert Waldhausen“ (Passau, Rudolf Abt) polemisiert sogar gegen den Antisemitismus, der die Judenfrage als Rassenfrage behandelt, und erblickt das Heil in der Reorganisation der Gesellschaft auf Grundlage der „christlichen Gesellschaftswissenschaft“, aber ihre Angriffe auf die Juden unterscheiden sich nicht von denen der Rassen-Antisemiten, und über die positive Gesellschaftsreform erfahren wir wenig mehr, als dass der Staat seinen Kredit von privaten Geldinstituten unabhängig machen muss, denn „erst damit würde die Quelle der sonst nie versiegenden Auswüchse verstopft“. Außerdem sollen die Juden weder höhere Beamte, noch Soldaten, noch Lehrer etc. werden, noch christliche Dienstboten halten dürfen. „Die christlichen Völker müssen wieder für Gesellschaft und Staat die christliche Grundlage legen und müssen dem Judentum jene Schranken anweisen, welche die Weisheit von 1.800 Jahren geschaffen hat“. [2]

Den Beweis für die Verderbtheit und Verderblichkeit jüdischen Erwerbslebens – worunter hier das Erwerbsleben der Juden zu verstehen ist – hat sich Herr Waldhausen ungemein leicht gemacht. Was er irgendwo an judenfeindlichen Behauptungen und Erzählungen gefunden, das hat er ohne Wahl und ohne Prüfung zusammengestoppelt, um es für seine These zu verwenden, dass die Juden und der Liberalismus die Urheber allen Uebels sind, das heut in der Welt besteht. Auch die elementarsten Anforderungen an Tatsächlichkeit oder selbst nur an Wahrscheinlichkeit werden unberücksichtigt gelassen. Wenn es wirklich ein Grundsatz „jüdischen Erwerbslebens“ ist, die Qualität der Quantität und dem groben Effekt zu opfern, so ist die Schrift des Herrn Waldhausen in der Tat ein Beweis von der Ansteckungskraft bösen Beispiels, so sehr ist sie nach dem Motto „die Menge muss es bringen“ gearbeitet. Quellen oder Belege für seine Angaben beizubringen, fällt Herrn Waldhausen nicht ein, der oberflächlichste Wiener Judenliterat könnte nicht gewissenloser arbeiten. Er zitiert z. B. eine angebliche Belehrung der „Alliance Israélite“ – dieselbe spielt bei den Antisemiten die gleiche Rolle, die die Freimaurerei bei den Katholiken und der Jesuitenorden bei den Protestanten spielen: die des Gruseltieres –, worin Anweisungen über die für notwendig erklärte Überführung des Grundbesitzes etc. „in die Hand Israels“ erteilt werden. Ein plumperes Machwerk wie diese „Belehrung“ ist uns noch kaum zu Gesicht gekommen, jede Zeile verrät die Hand des Fälschers und den Zweck der Fälschung: die Ablenkung der gegen die Privilegien des feudalen Großgrundbesitzes gerichteten Angriffe. So heißt es am Schluss dieser „Belehrung“: „Unter dem Vorwande, die ärmere Klasse und die Arbeit erleichtern (!) zu wollen, müssen in Staat und Kommunen die Steuern und Lasten auf den Grundbesitz allein gelegt werden. Ist der Grund und Boden in unseren Händen, so muss die Mühe der Pächter und Arbeiter – ihn zehnfachen Zins für uns bringen lassen.“ „In diesem Schlusssatz“, setzt Herr Waldhausen hinzu, „ist wieder die ganze Unsittlichkeit jüdischer Erwerbsart ausgesprochen. Der Jude erwirbt Grund und Boden nicht, um ihn zu pflegen und der Gesamtheit nützlich zu machen, er will nur ausbeuten und Wucherprozente gewinnen.“ Der christlich-arische Grundbesitzer in den Städten scheint die Baustellen um einen Gotteslohn zu verkaufen, der Großgrundbesitzer auf dem Lande im Schweiße seines Angesichts hinter dem Pflug einherzumarschieren. Übrigens scheint, wie der ganz sinnlose Gebrauch des Wortes „erleichtern“ zeigt, die Originalfälschung in französischer Sprache verübt zu sein. Der Urgermane, der sie ins Deutsche übertrug, kennt nicht einmal den Geist seiner eigenen Sprache.

Natürlich beruhen nicht alle Angaben des Buches auf nackten Fälschungen. Meist sind es vielmehr Übertreibungen und einseitige Schilderungen, die das Material des Schwarzgemäldes abgeben müssen. Wo der Jude nicht direkt als der Übeltäter auftritt, wird ihm die Rolle des Verführers zugeschrieben. „Wenn Söhne reicher Familien auf Abwege geraten, so geht man selten irre, wenn man in Judenkreisen den Verführer sucht.“ [3] In Surinam, Holländisch Guyana, werden die Negersklaven bis aufs Blut ausgesogen, Verteuerung der Lebensmittel durch Ringbildung und Wucher sind dort an der Tagesordnung, die holländischen Beamten sind machtlos dagegen. „Das ist wieder einmal ein Beispiel, wessen die Juden fähig sind, dort, wo sie die Macht haben.“ [4] Worin besteht aber der Beweis, dass die Juden in Surinam „die Macht“ haben? In der Behauptung, dass von den 270 Besitzenden in Surinam die Juden „ungefähr die Hälfte“ bilden. Und wie steht es mit der anderen, stärkeren und besseren Hälfte? Davon schweigt des Sängers Höflichkeit. Wer aber nur ein wenig die Geschichte der holländischen Kolonien kennt, weiß auch, dass die Mynheers das Aussaugen der Eingebornen und das Bestechen der Beamten in schamlosester Weise getrieben haben – lange ehe Juden dieses edle Geschäft mit ihnen teilen konnten. In Ungarn ist „vom Obergespan bis zum Dorfnotar alles dem Juden zinspflichtig und dienstbar“, war es „noch vor einem Jahrzehnt einfach unmöglich, gegen einen Juden Recht zu erlangen“. [5] Waren die Herren Ober- und Untergespane Ungarns unmündige, unerfahrene, hilflose Geschöpfe? Nein, sie waren Angehörige der privilegierten Klassen, mit fast unbegrenzten Vollmachten ausgestattet, in guter ökonomischer Stellung. Waren sie Helfershelfer jüdischer Wucherer, dann waren sie noch schlechter als jene, denn sie missbrauchten ihr Amt und traten ihre Pflicht mit Füßen, und würden es auch ohne diese „Verführer“ getan haben. Kurz, wie so viele antisemitische Pamphlete verwandelt sich auch das Pamphlet des Herrn Waldhausen unter der Hand aus einer Anklage gegen die Juden zu einer solchen gegen die Christen, und zwar in weit höherem Maße als der Verfasser selbst es beabsichtigt. Wer es ohne Voreingenommenheit durchliest, muss bei nur einigermaßen gesundem Urteil zu dem Resultat kommen, dass die Juden unmöglich all das Unheil, das er ihnen zuschreibt, hätten anrichten können, wenn sie nicht mit geistig und moralisch total verlotterten Völkerschaften zu tun gehabt hätten – notabene, wenn er die Schilderungen selbst für tatsächlich nimmt.

Weniger offen heraus, aber mit ungleich geschickterer Auswahl ist die Schrift des Herrn W. Giese abgefasst. Sie will statistisch nachweisen, in welchem Verhältnis die jüdische Bevölkerung an gewissen Vergehen und Verbrechen partizipiert, und die sich daraus ergebenden Folgerungen festzustellen. Das ist unzweifelhaft ein soliderer Boden als die Allgemeinheiten des Herrn Waldhausen. Auch ist Herr Giese vorsichtig genug, einige Einwände zu berücksichtigen, die gegen früher erschienene ähnliche Schriften antisemitischer Tendenz erhoben wurden. Es ist z. B. eine unbestreitbare Tatsache, dass die Juden einen weit größeren Prozentsatz an Angeklagten und Verurteilten wegen Eigentumsvergehen, Diebstahl und Sachbeschädigung ausgenommen, stellen als ihr Verhältnis zur nichtjüdischen Bevölkerung beträgt. Daraus allein wäre aber ein Schluss auf die geringere Achtung der Juden vor dem Eigentum Anderer nicht zulässig, weil die Juden auch in weit höherem Prozentsatz als die Nichtjuden dem Handelsberuf angehören, bei dem viele der hierher gehörigen Vergehen in überwiegender Zahl vorkommen. Nimmt man z. B. die rohen Zahlen der wegen Betrugs Verurteilten, so entfallen für die Jahre 1882 bis 1889 auf je 100.000 strafmündige Personen:

Bei Nichtjuden

304,0

Bei Juden

673,1

d. h. auf je 9 nichtjüdische 20 jüdische des Betrugs überführte Personen. Von der gesamten handeltreibenden Bevölkerung jedoch, auf die die Masse der Betrugsfälle entfallen, und die zu neun Zehntel aus Nichtjuden besteht, kamen in demselben Zeitraum auf je 100 000 Strafmündige 634,9 wegen Betrugs Verurteilte. [6] Das lässt das Verhältnis des Antheils der Juden am Delikt des Betruges bedeutend geringer erscheinen. Bei dem Delikt der Unterschlagung stellt sich das Verhältnis so:

Gesamtkriminalität des Handelsstandes

640,2 auf 100.000 Strafmündige

Kriminalität der Juden

309,0 auf 100.000 Strafmündige

Beim Delikt des Bankerotts:

Gesamtkriminalität der Handeltreibenden

122,8 auf 100.000 Strafmündige

Kriminalität der Juden

236,9 auf 100.000 Strafmündige

Es wurden demnach verurteilt wegen Bankerotts etwa zwei Juden auf je einen Handeltreibenden überhaupt, wegen Unterschlagung je ein Jude auf zwei Handeltreibende, während beim Betrug das Verhältnis so ziemlich 1 : 1 ist.

Auch diese Reduktion gibt noch kein genaues Bild des wirklichen Verhältnisses der beiderseitigen Verurteilten, aber sie nähert es derselben jedenfalls bedeutend mehr als das aus der ersten Zahl sich ergebende Bild.

Aber, kann man einwenden, und Herr Giese verfehlt denn auch nicht, dies zu tun, ist es nicht schon bezeichnend genug für die Juden, dass sie sich mit Vorliebe einen Beruf wählen, der eine so unverhältnismäßig große Zahl von Betrügern stellt? Darauf kommen wir weiter unten zurück. Erwähnt sei dagegen, dass Herr Giese noch eine Betrachtung anstellt, wie sich beim Betrugsvergehen speziell die Kriminalität der handeltreibenden Juden zu der der gesamten handeltreibenden Bevölkerung verhält, und hier zu dem für die Juden wiederum ungünstigeren Resultat von 1,442 : 1, beziehungsweise 7 : 5 kommt. Indes stützt er sich dabei auf nicht ganz unanfechtbare Annahmen, so dass diese Proportion nur als eine Schätzung gelten kann. Aber selbst angenommen, sie sei richtig, so bleibt die Proportion von 7 : 5, einen so großen Vorwurf gegen die Juden sie auch zunächst einschließt, doch weit hinter den Darstellungen zurück, wie sie die Antisemiten gewöhnlich in Presse und Versammlungen geben.

Ein absolut treffendes Bild gibt aber die Berechnung des Herrn Giese, selbst seine Annahme als richtig vorausgesetzt, auch noch nicht. Die Kriminalität ist nicht die gleiche in Stadt und Land, sie ist auch nicht die gleiche in allen Provinzen. Ebenso verteilt sich die jüdische Bevölkerung ziemlich ungleich. Eine wirklich auf Ermittlung der Wahrheit gerichtete statistische Untersuchung hätte auch dies und noch verschiedene andere Umstände zu berücksichtigen gehabt. Dass es Herrn Giese aber nicht auf die Wahrheit, sondern nur auf die Anhäufung tendenziös zu verwerfenden Materials ankommt, zeigen seine Kommentare, die ausschließlich die für die Juden ungünstigste Lesart enthalten.

So z. B. bei der Statistik der Freisprechungen. Die Tatsache, dass mehr Juden als Nichtjuden freigesprochen werden, ist Herrn Giese lediglich ein Beweis für die größere Verschlagenheit, Gewissenlosigkeit etc. der Juden. Denn im Allgemeinen werde bei den Anklagen so vorsichtig verfahren, dass das Volksgefühl Recht habe, wenn es Jeden, der in Betrugssachen etc. mit dem Strafrichter in Berührung komme, für gerichtet halte, auch wenn er schließlich freigesprochen werde. Nun, es ist zum Theil richtig und berechtigt, jede unbedingte Auslegung des größeren Prozentsatzes freigesprochener Juden zu Gunsten derselben als voreilig abzulehnen. Aber alle Freigesprochenen mit dem Brandmal der moralischen Schuld zu behaften, ist einfach lächerlich. Man braucht nur die Gepflogenheiten und Tendenzen eines großen Theils der in den siebziger Jahren ausgebildeten Staatsanwälte in Betracht zu ziehen, um die ganze Bodenlosigkeit dieser Behauptung einzusehen.

Eine verhältnismäßig sehr viel stärkere Beteiligung als die Nichtjuden stellen die Juden bei den Herausforderungen zum Zweikampf. Bei jenen kommen auf je 100 000 Strafmündige 2,7 verurteilte Herausforderer, bei den Juden 14,7, das heißt 5,44 : 1. Für uns sagen diese Zahlen weder etwas für noch gegen die Juden, nach antisemitischer Logik wären sie ein Beweis größeren Muthes. Nein, sagt Herr Giese. Die weitaus größere Zahl der verurteilten Juden – 70,6 Prozent – standen im Alter von unter 25, weitere 17,9 Prozent waren zwischen 25 und 30 Jahren. „Es handelt sich also ganz überwiegend um die meist sehr ungefährliche Spielerei der studentischen Mensur“; ob aber bei den Nichtjuden die Paukwuth mit dem Alter zunimmt, sagt er nicht.

Um übrigens das christlich germanische Gemüt des Herrn Giese von der ihm doch offenbar recht peinlichen Vorstellung zu befreien, dass diese Zweikampfstatistik immerhin die jüdische Jugend als größere Raufbolde erscheinen lässt als die nichtjüdische, so sei hier ebenfalls daran erinnert, dass die Juden vorwiegend der städtischen Bevölkerung und den bürgerlichen Klassen angehören, in Folge dessen auch ein weit größerer Prozentsatz von Juden die Universitäten besucht, als im Verhältnis Nichtjuden studieren. Berücksichtigt man das und noch verschiedene andere, hier zu weit ablenkende Umstände, so verschwindet aller Glanz, der aus Anlass der Gleichung 14,7 : 2,7 auf das Haupt Israels fallen könnte wie Schnee vor der Sonne.

Aber freilich, würde Herr Giese überall Beruf und Klasse berücksichtigen, so würde das Schicksal des Zerschmelzens fast seine ganze Statistik der „jüdischen Delikte“ ereilen. Darum lässt er es bei den paar obigen Beispielen aus der Statistik der Kriminalität des Handels bewenden.

Eine auch in unseren Augen sehr schwerwiegende Anklage ist die, dass die Juden einen fast neunmal höheren Prozentsatz von Verurteilten wegen Verletzung der Vorschriften über Beschäftigung von Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeitern stellen sollen, als die Nichtjuden. Dieses Resultat ergibt sich, wenn man mit Herrn Giese rechnet: jedesmal so und so viel strafmündige Bevölkerung und so und so viel Verurteilte macht so und so viel Prozent. Tatsächlich sind nun von strafmündigen Juden der vierte, von strafmündigen Nichtjuden aber erst der zehnte Theil selbständige Gewerbetreibende, Betriebsleiter etc. in Handel und Industrie. Ferner sind unter den nahezu 3 Millionen Nichtjuden, die auf im Ganzen 105.000 Juden in diese Kategorie fallen, die große Masse kleine Hausindustrielle etc., die mit den betreffenden Vorschriften der Gewerbeordnung gar nichts zu tun haben. Im Ganzen wurden 1.562 Nichtjuden und 171 Juden wegen des fraglichen Delikts verurteilt, nach unserer Ansicht genau 171 Juden mehr als sein dürften. Aber der Prozentsatz der verurteilten jüdischen und nichtjüdischen Unternehmer wird sich so ziemlich ausgleichen. Nach Herrn Giese dagegen sind die 171 Verurteilungen von Juden ein Beweis, dass „das Judentum sich recht hartnäckig gegen Befolgung der Anordnungen sträubt, welche die Bevölkerung im öffentlichen Interesse zum Schutz ihrer arbeitenden Mitglieder getroffen hat“.

„Fleißig am Werk“ sind nach ihm ferner die Juden auf dem Gebiet der Nahrungsmittelverfälschung etc. Viermal mehr Juden seien hier verurteilt als Deutsche. Folgt die Mahnung an die „deutschen Hausfrauen“, beim Einkaufen von Nahrungsmitteln jüdische Geschäfte zu meiden. Tatsächlich kommen auf 3.743 wegen dieses Vergehens verurteilte Nichtjuden 89 Juden, im Verhältnisse von 40 : 1. Das Verhältnis selbständiger handeltreibender Nichtjuden zu Juden ist kaum 10 : 1. Was nach Giese’scher Logik die Hausfrauen veranlassen müsste, nichtjüdische Geschäfte zu meiden. Aber es sind auch hier noch andere Verhältnisse in Betracht zu ziehen, bevor man sagen könnte, auf welcher Seite die Wage tiefer sinkt.

Diese Proben werden zur Beurteilung des Wertes der Giese’schen statistischen „Untersuchung“, die bei den Wahlen sicher ausgespielt werden wird, genügen.

Die dritte Schrift, die wir zu besprechen haben, hat zum Verfasser Herrn Dr. Walter Pohlmann, Walter Pohlmann, Oberlehrer am Königliche Gymnasium zu Neuwied, und betitelt sich Das Judentum und sein Recht. [7] Wie wir eingangs bemerkten, würde sie unter die Kategorie der „philosemitischen“ Schriften fallen, wie diese Bezeichnung für gewöhnlich heute gebraucht wird.

Was heißt aber philosemitisch? Wir wollen bei Aufwertung dieser Frage die Tatsache ganz unberücksichtigt lassen, dass bei Weitem nicht alle Semiten Juden und nicht alle Juden semitischer Herkunft sind, sondern Jude und Semit als gleichbedeutend behandeln. Insofern wäre also philosemitisch mit judenfreundlich zu übersetzen. Das ist aber ein sehr vieldeutiges Wort. Es kann etwas sehr Legitimes bezeichnen, lediglich eine gewisse Sympathie mit den Juden, die weder eine Verurteilung notorischer Fehler, noch Zurückweisung etwaiger Überhebungen derselben ausschließt. Es kann aber auch heißen: Liebedienerei vor dem kapitalistischen Geld-Judentum, Unterstützung eines jüdischen Chauvinismus, Beschönigung von Juden begangenen Unrechts, von Juden entwickelter hässlicher Eigenschaften. In diesem letzteren Sinne wird es denn auch gelegentlich als Schlagwort in der sozialistischen Presse gebraucht, und an sich wäre gewiss nichts dagegen einzuwenden. Aber es ist mehr noch ein Schlagwort der Antisemiten, die es gegen Jedermann anwenden, der nicht in ihre unbedingte Verdonnerung der Juden und in ihre Forderung auf Entrechtung der Juden einstimmt, und dies lässt es mir fraglich erscheinen, ob es wohlgetan ist, ihm durch die obige Anwendung eine gewisse Legitimation auf den Weg zu geben. Ich möchte dies namentlich den Genossen zu überlegen geben, die aus einem sonst sehr anerkennenswerten Beweggrunde gerade am häufigsten mit Erklärungen gegen den „Philosemitismus“ zur Hand sind – nämlich den Genossen jüdischer Abstammung, die es, gerade weil sie selbst jüdischer Herkunft sind, für ihre besondere Pflicht halten, die Partei von jedem Verdacht der Begünstigung jüdischer Interessen frei zu halten. Ich achte dieses Bestreben, aber ich meine, man kann es besser und wirksamer bekräftigen, als durch Applikation einer so mannigfachen Auslegung fähigen Schlagwortes, das die Antisemiten in ganz anderem Sinne gebrauchen als die Sozialdemokraten. Das dem Antisemitismus entgegengesetzte Extrem wäre etwa Pansemitismus, wie der Panslavismus das der Slavenfeindschaft. So entschiedene Gegner des Ersteren wir sind, so sehr wissen wir uns von Letzterer frei.

Die Stärke unserer Partei beruht in der Schärfe ihrer Erkenntnis der sozialen Zusammenhänge, in ihrer Einsicht in die Ursachen und die Natur der Uebel, unter denen die Masse des Volkes heute leidet. Die Stärke des Antisemitismus ist die Unklarheit, Unbestimmtheit, Selbsttäuschung über die Natur dieser Uebel. In diesem Sinne hat man ein anderes Schlagwort auf ihn angewendet, ihn „den Sozialismus des dummen Kerls“ genannt, und in diesem Sinne auch mit Recht. Bei den Massen des Volkes wird der Antisemitismus nur da Anhang gewinnen, wo die Sozialdemokratie noch nicht Licht in die Köpfe gebracht hat oder wo noch – wie bei Kleinbauern und Kleinbürgern – das falsch verstandene Interesse den Blick trübt. Er ist das Zwischenglied, das sich zwischen den Sozialismus und die reaktionären Parteien schiebt – scheinbar als Damm gegen den Ersteren, tatsächlich als Vorstufe für denselben. Aber Vorstufe in etwas anderem Sinne, wie der kleinbürgerliche Radikalismus, dessen nach rechts gekehrtes Gegenstück er vielmehr bildet, weshalb er, selbst wo er demokratisch auftritt, schneller als dieser bereit ist, mit irgendeiner Fraktion der reaktionären Klassen zu Paktieren.

Denn der Antisemitismus ist nicht nur der Sozialismus des dummen Kerls, er ist zugleich der Rettungsstrick des bedrohten Privilegiums. Einerseits kokettieren die alten ständisch privilegierten Klassen mit ihm, beziehungsweise die Klassen, die sich nach dem Privilegium des ständischen Staates zurücksehnen, dasselbe in irgendeiner Weise wiederherstellen wollen, als da sind Junker, Klerus, Innungsschwärmer, andererseits die Mitglieder der „liberalen“ Berufe: Lehrer, namentlich Gymnasiallehrer, Literaten, Beamte etc., denen die Überproduktion an Gebildeten die jüdische Konkurrenz doppelt unangenehm macht. Daher die Ausbreitung des Antisemitismus, daher aber auch seine beständigen inneren Zerwürfnisse. Der Junker und der Geistliche haben kein spezielles Interesse daran, den Juden außer Landes zu treiben, nicht der Jude schlechtweg, sondern der liberale oder radikale Jude ist ihnen ein Gräuel vor dem Herrn. Dem Lehrer, Beamten etc. ist dagegen absolut nicht geholfen, wenn der Jude durch die Taufe und politische „Loyalität“ Gleichberechtigung mit ihm erkaufen kann. Beide Richtungen würden indes nur einander neutralisieren, wenn nicht als drittes und stärkstes Kontingent eben die Bauern und Kleinbürger da wären. Diese drückt freilich der Schuh an einer ganz andern Stelle, ihnen ist der Jude nicht als Person, sondern als Repräsentant einer Produktionsmethode vom Uebel. Im Juden bekämpfen sie je nachdem Geldwirtschaft, modernen Handel und große Industrie, der Kleinbürger eventuell auch – den modernen Proletarier. Sie sind mit der Gegenwart unzufrieden, sie blicken mit Unbehagen in die Zukunft und mit wehmütiger Sehnsucht in die Vergangenheit, sie sind daher das Element, welches der Antisemit braucht, und sie sind die Klasse, die, so lange sie noch in Selbsttäuschungen lebt, ihn braucht, zumal wenn derselbe sich in ein demokratisch-oppositionelles Gewand kleidet. Und obwohl dem Wesen nach durch und durch reaktionär, denn sein Ziel ist unter allen Umständen die Aufhebung des Prinzips der zivilen Gleichberechtigung, dieses Ausgangspunkts der gesellschaftlichen Fortentwicklung, kann er dies umso leichter, als die heutigen Regierungen viel zu eng mit der kapitalistischen Bourgeoisie liiert sind, um auch nur ein teures Glied derselben fallen zu lassen, und er mindestens der Form nach sich außer antijüdisch auch zugleich antikapitalistisch gebärden muss.

Die merkwürdige Erscheinung, dass alle Bloßstellungen antisemitischer Führer ihnen bei ihren Anhängern lange Zeit hindurch kaum irgendwelchen Schaden tun, findet auf diese Weise ihre sehr natürliche Erklärung. Dieselben folgen ihnen, weil jene so Opposition machen, wie es ihrem Gefühl zur Zeit am meisten entspricht. Das unbestimmte Empfinden braucht den lautesten, den lärmendsten Ausdruck für seine Geltendmachung. Wer nicht weiß, was er will, sondern nur, was er nicht will, möchte die Welt zusammenschmeißen; wer kein klares sachliches Ziel vor Augen hat, fühlt das Bedürfnis, sich an Personen zu halten, Personen zu attackieren, in Personen die Ursachen aller Uebel zu erblicken. Den Antisemiten ihrerseits ist der persönliche Kampf, die persönliche Verdächtigung die notwendige Form des Kampfes, weil sie es ihnen am besten ermöglicht, den inneren Widerspruch ihrer Agitation zu verdecken. Daher sind sie unausgesetzt und mit dem Instinkt der Selbsterhaltung darauf aus, Skandal aufzuspüren. Aber die geschäftlichen Beziehungen der bürgerlichen Gesellschaft sind so in einander verwoben, dass keine gegen Juden gerichtete Anklage großen Stils möglich ist, ohne nicht zugleich massenhaft Nichtjuden in Mitleidenschaft zu ziehen. Auf diese Weise werden die antisemitischen Agitatoren immer mehr aus der scheinbaren in die tatsächliche Opposition gedrängt, und wo sie anfangs nur verleugnet wurden, schließlich wirklich verfolgt. Mit der Verfolgung aber wächst naturgemäß ihre Popularität bei ihrem Publikum. Es sieht nicht auf die Fehler der Verfolgten, sondern auf die der Verfolger. Der verfolgte Antisemitismus ist zeitweilig der Sozialdemokratie gegenüber der stärkste, aber innerlich der widerstandsunfähigste Gegner. Er muss entweder zu Kreuz kriechen, und dann verlassen ihn die Massen, oder er muss die Konsequenz der Verfolgungen ziehen und die Solidarität der Ausbeuter aller Konfessionen anerkennen, und dann direkt für die Sozialdemokratie arbeiten.

Je prinzipieller sich die Sozialdemokratie den Schlagworten der Antisemiten gegenüberstellt, je mehr sie die Ziellosigkeit, das reaktionäre Wesen des Antisemitismus bloßlegt, umso weniger hat sie notwendig, in das Kreuzige der liberalen Bourgeoisie über die Personen der Verfolgten einzustimmen. Kein Zweifel, es ist oft schwer, an die persönliche Ehrenhaftigkeit, an die Lauterkeit der Motive der Betreffenden zu glauben. Wer aufrichtig Gegner der Ausbeutung und Korruption ist, bekämpft sie in jeder Gestalt und nicht nur, wo sie von Bekennern einer Konfession, den Abkömmlingen irgendeiner Rasse verübt sind, er macht auch nicht Hunderttausende für die Fehler oder Vergehen Einzelner verantwortlich. Aber alles zur rechten Zeit und am rechten Ort, und auch in der rechten Weise. Argumente der zahlungsfähigen Moral z. B. können wir durchaus denen überlassen, die in letzter Instanz doch wiederum auf einem kapitalistischen Ast mit den Ahlwardt’s und den Liebermann’s von Sonnenberg sitzen.

Um aber zum „Philosemiten“ Pohlmann zurückzukehren. Sein Buch ist eine Verteidigung der Juden gegen die Angriffe der Antisemiten und enthält als solche sehr vieles Richtige. Ob es aber irgendeinen Proselyten machen wird, ist sehr zu bezweifeln. Dazu ist es viel zu pathetisch, viel zu einseitig geschrieben. Herr Pohlmann sieht nur das den Juden im Laufe der Jahrhunderte zugefügte Unrecht, und sieht in ihren Fehlern nur die Folgen dieses Unrechts. Selbst soweit das Letztere der Fall und so richtig es ferner ist, dass die den Juden nachgewiesenen Fehler in anderer Form sich bei Nichtjuden auch finden, dass der „scheinbar biedere deutsche Bauer nur zu oft alte Eier für frische verkauft und Wasser unter die Milch gießt“ [8], so führt das nicht über die Tatsache hinweg, dass in der Tat sich gewisse unangenehme Eigenschaften bei den Juden häufiger vorfinden, als bei Nichtjuden, wenn auch nicht in dem von den Antisemiten angegebenen Verhältnis. Und der Hinweis auf die „Ehrenschuld“, welche die Deutschen durch frühere Verfolgungen der Juden diesen gegenüber auf sich geladen, ist umso weniger geeignet, den Antisemiten gegenüber Eindruck zu machen, als nach deren Katechismus diese Verfolgungen eben auch nur durch die Schlechtigkeit der Juden provoziert waren. Mit solchen Argumenten dreht man sich im Kreis. Tatsächlich steht die Sache so: die Juden vertraten lange Zeit und vertreten im östlichen Europa heute vielfach noch eine höhere ökonomische Entwicklung als die Masse des Volkes. Nicht in Folge phänomenaler Begabung oder besonderer raffinierter Verstandesentwicklung, sondern teils in Folge ihrer Herkunft aus entwickelteren Ländern, teils weil ihre gesetzliche Stellung, ihre Ausschließung aus den anerkanntesten und verbreitetsten Beschäftigungszweigen sie zwang, Agenten des entwickelteren Handels, der Geldwirtschaft zu werden. Vielfach wurden sie auf diese Weise zu Hebeln des Fortschritts, aber so schön das Wort im Allgemeinen klingt, im Einzelnen wirkt diese Rolle keineswegs immer vorteilhaft auf die Beteiligten. Die Juden erreichten vielfach eine relativ hohe ökonomische Übermacht über die breite Volksmasse und diese Übermacht musste sich umso einseitiger und drückender als Herrschaft des Geldsacks geltend machen, als sie im krassen Widerspruch stand zu der sozial-rechtlichen Stellung der Juden. Zwischen ihnen und der Volksmasse gab es lange Zeit keine Solidarität, sondern einen doppelten Gegensatz, und es hieße nicht Schönfärberei, sondern recht zwecklose Schönfärberei treiben, wollte man leugnen, dass die Juden ihre ökonomische Überlegenheit häufig genug zum Schaden der Personen ausübten, mit denen sie zu tun hatten, sowie dass viele der geübten Praktiken sich lange unter ihnen fortvererbten, als jede historische Berechtigung derselben fortgefallen war. Dass die Juden im Mittelalter nicht Bauern und Handwerker werden konnten, ist bekannt. Als aber endlich die gesetzlichen Schranken, die ihnen dies verwehrten, fielen, war es für eine starke freiwillige Beteiligung der Juden an diesen Berufen zu spät. Selbst der städtische Industriearbeiter eignet sich sehr schlecht zum Landarbeiter, wie sollte es erst der meist im Handel erzogene Jude. Und das Handwerk? Nun, das hat gerade um die Zeit, wo es dem Juden eröffnet wurde, aufgehört, seinen Mann sorgenfrei zu nähren. So ist der Jude vorwiegend Handeltreibender oder hat sich modernen Berufen zugewendet, nicht aus moralischer Verderbtheit – eher könnte man noch mit einem gewissen Recht sagen, aus physischer Verdorbenheit, aber auch dies trifft nur bedingt zu – sondern unter dem Einfluss von Verhältnissen, über die er keine Macht besaß. Der beste Beweis ist das wachsende Zuströmen Angehöriger aller Gesellschaftsklassen in diese Berufe. Die Berufswahl ist keine so freie, wie Herr Giese unterstellt. Und welcher „Arier“ oder Deutsche erwählt sich, wenn er nicht muss, den Beruf des Landarbeiters oder des Proletariers der Industrie?

Aber ist mit der formellen Emanzipation der Juden das Motiv, das sie den „produktiven“ Berufen zuzuwenden könnte, nicht in vollem Maße wirksam geworden, so ist doch jede Entschuldigung für eine Absonderung, für eine spezielle jüdische Solidarität gegenüber Nichtjuden, für eine Stammes- oder Rassenmoral im Verkehr von Juden mit Nichtjuden in Wegfall gekommen, und wo sich derartiges noch vorfindet, kann es nicht energisch genug bekämpft werden. Dass es ganz verschwunden gewesen sei, als der Antisemitismus ins Leben trat, wird Niemand behaupten, aber dass es stark im Verschwinden begriffen war, dafür liegen Hunderte von Beweisen vor. Angeblich und vielfach wohl auch vermeintlich gegen diese Eigenschaften der Juden gerichtet, ist der Antisemitismus tatsächlich das geeignetste Mittel, da, wo es überhaupt möglich ist, sie wieder zurückzuentwickeln, sie von Neuem zu entfachen. Und hier hat seine Kritik vor Allem einzusetzen. Er ist das allerverkehrteste Heilmittel gerade für die Uebel, gegen die er sich wendet. Wir haben oben gesehen, wie wenig der Handel „moralisiert“ würde, wenn heute sämtliche Juden aus demselben entfernt würden. Ebenso wenig würde der Überhandnahme des Handels damit Einhalt getan. Die freien Berufe würden in kurzer Zeit von Neuem überfüllt sein, wenn man sie jedem Juden verschlösse, wie sie in Ländern überfüllt sind, wo die Konkurrenz der Juden absolut keine Rolle spielt. Und so in allen Zweigen der Berufstätigkeit. Den schlagendsten Beweis liefern die beiden Berufszweige, die heute noch ein Monopol der „Nichtjuden“ sind: die Verwaltungs- und die militärische Karriere.

Jeder Einsichtige muss sich das selbst sagen, und die literarischen Wortführer des Antisemitismus wissen es auch ganz gut. Aber sie kümmert nicht das Morgen, es handelt sich darum, heute eine unangenehme Konkurrenz sich vom Halse zu halten. Dem Bauer und Handwerker wären aber auch nicht einmal heute geholfen, dem Arbeiter sogar direkt geschadet. Denn der Antisemitismus ist nicht durchzuführen ohne Schaffung von Monopolen, Ausnahmegeben, Beschränkungen der Bewegungsfreiheit, die vor allem auf die Lage der Proletarier zurückwirken würden. Die Sozialdemokratie will Beseitigung der Ausbeutung in jeder Gestalt und allgemeine Arbeitspflicht – der Antisemitismus, der nur die Ausbeuterei monopolisieren will, ist, wenn er der Sozialismus des dummen Kerls ist, zugleich der Betrug am „dummen Kerl“.

*

Anmerkungen

1. Wilhelm Giese, Die Juden und die deutsche Kriminalstatistik, Leipzig: F. W. Grunow, 1893.

2. Robert Waldhausen, Jüdisches Erwerbsleben, Skizzen aus dem sozialen Leben der Gegenwart, Passau: Verlag von Rudolf Abt, 1892, S. 81.
archive.org/details/jdischeserwerb00walduoft/page/n3/mode/2up.

3. Robert Waldhausen, Jüdisches Erwerbsleben, Skizzen aus dem sozialen Leben der Gegenwart, Passau: Verlag von Rudolf Abt, 1892, S. 15.

4. Robert Waldhausen, Jüdisches Erwerbsleben, Skizzen aus dem sozialen Leben der Gegenwart, Passau: Verlag von Rudolf Abt, 1892, S. 16.

5. Robert Waldhausen, Jüdisches Erwerbsleben, Skizzen aus dem sozialen Leben der Gegenwart, Passau: Verlag von Rudolf Abt, 1892, S. 54.

6. Da ich im Augenblick die deutsche Kriminalstatistik nicht zur Hand habe, so nehme ich die Zahlen, wie ich sie bei Giese selbst finde.

7. Walter Pohlmann, Das Judenthum und sein Recht, Leipzig und Neuwied: Heuser’s Verlag, 1893.
https://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/titleinfo/177457.

8. Walter Pohlmann, Das Judenthum und sein Recht, Leipzig und Neuwied: Heuser’s Verlag, 1893, S. 36.